Es ist ein Desktop, es ist ein RPG, es ist Kingsway


Der Nervenkitzel des Monstertötens und des Aufräumens überladener Desktops laufen in Kingsway [offizielle Seite] zusammen, das gestern erschienen ist. Andrew Morrishs Roguelike-Action-RPG wird dargestellt als Betriebssystem, in dem alle Elemente des Dungeoneering über den Desktop und so viele Fenster verteilt sind.

Pop-ups, Shortcuts, Ordner und Fortschrittsbalken zeigen alle kleine Spielteile, vielleicht möchtet ihr also eure Fertigkeiten des Windows-Verwaltens entstauben. Ich weiß nicht, ob das Dungeon-Crawling gut ist, aber die Präsentation ist putzig.

Was ist Kingsway eigentlich? Ein Top-Down-Action-RPG mit Monstern zum Zerquetschen, Loot zum Greifen, Fallen zum Ausweichen, Quests zum Erfüllen und Leveln zum Aufsteigen. Die Benutzeroberfläche über Desktop-Fenster zu verteilen ist nicht nur eine süße Idee, da sie auch Herausforderungen darstellen. Projektile können als Pop-ups erscheinen, die man entdecken und anklicken muss, um sie zu meiden. Verschiedene Gegner bedeuten, dass man verschiedene Kampffenster verwalten muss, und übereinandergeschichtete Fenster drohen, wichtige Informationen zu verdecken.

Oh, und natürlich ist die Welt prozedural generiert und es gibt Permadeath.

Kingsway kostet 9,99 Euro auf Steam und GOG. Herausgegeben wird es von Adult Swim Games.

Ein bisschen erinnert mich das an die Indiana-Jones- und Star-Wars-‘Desktop-Adventures’, die Lucas Arts in den Neunzigern veröffentlichte. Kurze, prozedural generierte Top-Down-Actionspiele, die sich in einem kleinen Fenster auf dem Desktop abspielten. Ich denke, es sollten ähnliche Spiele zum Zeittotschlag werden wie Solitaire und Minesweeper sein, kleine Spielsachen für müßige Momente auf diesen neumodischen ‘PCs’, die auf einmal unsere Heime und Büros übernahmen. Sie waren nicht gut, aber der Ansatz kurzer, lockerer, prozedural erstellter Abenteuer fühlt sich in Hinblick auf moderne Trends sonderbar an.

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