Ticket to Earth überlistete mich dazu, ein Puzzlespiel zu genießen

Ticket to Earth [offizielle Seite] ist ein isometrisches, taktisches Kampfspiel mit einer hübschen Comic-Ästhetik und einem ordentlichen Cyberpunk-Plot. Es leistete mir während eines Internet-losen Umzugs auf dem Tablet Gesellschaft, und ich bin erfreut, es auch bei Steam zu finden. Dennoch entsetzt mich die Vorstellung ein wenig, dass ich unwissentlich ein verdammtes Puzzlespiel gespielt habe, oder etwa nicht?

Alec hat die Grundlagen beschrieben, als er Ticket to Earth zum Steam-Release in seiner Unknown-Pleasures-Ausgabe behandelte. Die zweite Episode (von vier geplanten, alle enthalten im Ausgangspreis) ist jetzt erhältlich und ich freue mich darauf, sie auszuprobieren, nachdem ich gerade erst die vorherige beendet habe.

Es ist ein Match-3-Spiel aus einer neuen Perspektive betrachtet. Es entledigt sich der seitlichen Gitter und Säulen und legt stattdessen Symbole über kleine isometrische Schlachtfelder. Egal, welchen Charakter ihr während welcher Mission steuert, er startet an einem Kartenpunkt und bewegt sich auf Pfaden, die aus denselben Symbolen bestehen, während er die längstmögliche Route ansteuert, um Waffen und Fähigkeiten aufzuladen. Es ist einfach zu erlernen, wird aber komplexer, je mehr Skills eingeführt werden, die nur auf speziellen Symbolen funktionieren.

Erst jetzt ist mir die doch sehr überschaubare Größe der einzelnen Level bewusst geworden, die in Kombination mit der Gegneranzahl und den Fähigkeiten der Spieler schlicht wenig Raum für Fehler lässt. Alles ist sehr geradeheraus angelegt, ohne viel Drumherum: Für gewöhnlich schließe ich ein Level exakt mit der vorgegebenen Anzahl an Zügen ab, so denn welche vorgegeben sind. Es ist beinahe so, als wäre jedes Level vielmehr als Problem mit einer bestimmten Lösung angelegt, nicht als eine Simulation von Robotern und sich gegenseitig foppender Leute.

Ich will noch immer ein neues Puzzle Quest. Ticket To Earth hat daran nichts geändert, aber es ist so gut wie jedes andere Match-3-ähnliche Spiel, das ich je gespielt habe – vor allem deshalb, weil es als eines der wenigen nicht von Freemium-Zwangswarterei und kruden In-Game-Währungen geplagt wird. Als sehr kompakte Erfahrung eignet es sich eigentlich eher als Tablet- denn Desktop-Spiel, aber ich bin trotzdem ein Fan. Obwohl es ein Puzzlespiel ist.

Ticket to Earth kostet momentan 12,74 Euro bei Steam (normalerweise 14,99).

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