Mike Morhaime musste sich für die Blizzard-Gründung 15.000 Dollar von seiner Großmutter leihen

Eine Welt ohne Blizzard Entertainment und die ungebrochene Qualität ihrer Spiele ist heute nur noch mit Mühe vorstellbar, erliegt man erst einmal dem meditativen Flow eines Diablo. Dass die Studiogründung (damals noch unter dem Namen Silicon and Synapse) von der monetären Leihgabe einer hilfsbereiten Großmutter abhing, das dürfte neu sein.

Zur Sprache kam diese Geschichte während eines Livestreams im Vorfeld der Blizzcon. Darin erzählte Blizzard-CEO Mike Morhaime, wie er seiner Oma das Geld abschwatzen konnte, das einem der größten und erfolgreichsten Entwicklerstudios aller Zeiten den Startschub verpasste (via PC Gamer).

“Als wir die Firma gründeten, steuerten Allen [Adham] und ich jeweils 10.000 Dollar bei”, erklärt er. “Um meinen Teil zusammenzubekommen, lieh ich mir 15.000 Dollar von meiner Großmutter.”

“Sie berechnete mir keine Zinsen, und das war sehr nett von ihr. Bevor wir irgendein Spiel hatten, bevor wir auch nur irgendwas unternommen hatten, war das im Wesentlichen der Türöffner und der Startschuss für uns.”

Am 4. Februar 1991 setzten Morhaime und seine Großmutter Mildred M. Miller einen handgeschriebenen Vertrag auf und hielten die Bedingungen fest. Insgesamt 15.000 Dollar, zurückzuzahlen in 100-Dollar-Raten, fällig zum Ersten jedes neuen Monats. Nur vier Tage später gründeten Morhaime und Adham Silicon and Synapse, den Vorläufer Blizzards.

Und da steht der Koloss immer noch, 26 Jahre später. Adham verließ Blizzard im Jahre 2004. Morhaime ist weiterhin CEO und Präsident eines Unternehmens, dessen Spiele in der Populärkultur Wurzeln schlugen wie nur wenige andere.

Wer hätte diese Ausmaße erahnen können, als er und seine Großmutter Anfang der Neunziger ihren kleinen Deal einfädelten?

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