Die Mikrotransaktionen in Mittelerde: Schatten des Krieges sollen „nicht vom Rest des Spiels ablenken“

Es war einer der größeren Aufreger im vergangenen Monat, dass Mittelerde: Schatten des Krieges [offizielle Seite] Mikrotransaktionen enthalten wird. Kurz gesagt: In einem In-Game-Store kann man im Austausch gegen Echtgeld Kisten mit Ausrüstungsteilen, EXP-Boni und andere Dinge für den schnelleren Charakterfortschritt erwerben, die man sich normalerweise, wie Videospiele nun mal sind, erspielen muss. Im Gespräch mit Eurogamer ist Design-Director Bob Roberts um Beschwichtigung bemüht: alles ignorierbar und unaufdringlich, will man damit nichts zu tun haben.

„Beim Playtesting hatten wir all die Loot-Boxen und den Echtgeldkreislauf deaktiviert, damit wir eine Erfahrung ausbalancieren, die auch ohne etwas von diesem Zeug belohnend ist“, sagt Roberts.

Weiterhin bekräftigt er, dass keine Pop-ups der Sorte „Hey, schau mal, willst du nicht hierfür in die Tasche greifen?“ erscheinen sollen. Allein schon deshalb nicht, da man zum Spielen nicht online sein muss. „Es ist ein riesiges, in vollem Umfang genießbares Spiel, ohne dass man zusätzliches Geld investieren muss.“

Wieso das System überhaupt seinen Weg ins Spiel antrat, diese Frage drängt sich auf. Roberts sieht es persönlich als Möglichkeit für Leute mit knapp bemessener Freizeit, die angesichts solch großer Spiele „fürchten, sie könnten nicht die komplette Erfahrung genießen“.

Es sei dieselbe Design-Philosophie wie die Implementierung von Schwierigkeitsgraden. „Das Nemesis-System kommt in Schwung, wenn man oft stirbt. Ist man ein Spieler, der eher auf ‚Schwer‘ als auf ‚Leicht‘ spielen sollte, könnte man sagen, dass man sich das Spiel selbst kaputt macht. Darum geht es: Leuten die Kontrolle zu geben und ihnen zu vermitteln, dass sie am besten wissen, wie sie es spielen wollten. Sie treffen die Entscheidung.“

Darauf läuft am Ende laut Roberts alles hinaus. Der Spieler hat die freie Wahl, sich mit Echtgeld einen Zeitvorteil zu verschaffen, wenn ihm danach ist, oder eben nicht. „Wir haben unser Spiel ausbalanciert, damit es ohne diese Dinge funktioniert und sie nicht vom Rest des Spiels ablenken.“

Ob das alles zutrifft, werden wir am 10. Oktober zum Release von Schatten des Krieges erfahren. Wer sich beeilt, Geforce-Experience-Nutzer ist und etwas Glück hat, kann bis dahin noch den Vorgänger kostenlos bei Nvidia abgreifen.

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