Hyakki Castle ist ein japanischer Dungeon-Crawler mit… einigen interessanten Ideen

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Jupp, Hyakki Castle [offizielle Seite] könnte eine interessante Entdeckung sein. Wie oft kommt schon ein im 18. Jahrhundert der japanischen Edo-Zeit spielender Ego-Dungeon-Crawler des Weges? Oder, falls es ein Vergleich mit existierenden Spielen sein soll: als hätten sich Legend of Grimrock und Nioh (übrigens ebenfalls für den PC angekündigt) gemeinsam einen hinter die Binde gekippt und dann Liebe gemacht.

Vom japanischen Entwicklerteam Asakusa Studios wissen wir nur, dass seine Mitarbeiter “extrem scheu sind” und sich deshalb auf offiziellen Fotos hinter Katzenmasken verstecken. Einzig Produzent Masaru Saito ist als Person auf der offiziellen Seite greifbar.

Ihr erklärtes Ziel ist die Entwicklung eines “3D-Echtzeit-Dungeon-RPGs”, was stellvertretend steht für “klassischer Dungeon-Crawler mit 90-Grad-Bewegungen”. Genau das ist Hyakki Castle und genau das bezeichnet auch das im Spielverlauf zu erkundende Schloss. Hier ein paar Worte zum Setting und der Prämisse von der Steam-Seite:

“Schauplatz ist die Hyakki-Insel, auf die Straftäter in die Verbannung geschickt werden. Auch Kigata Dōman ist ein Gefangener auf dieser Insel. Er ist ein genialer Magier, der von dort aus den Umsturz der Shogunatsregierung und die Ermordung ranghoher Personen mithilfe von Flüchen plant. Eines Tages werden im Schloss von Edo drei abgeschlagene menschliche Köpfe abgeliefert. Diese Köpfe stammen von Wachmännern und den entstellten Überresten Strafgefangener aus Hyakki Castle.”

Ihr übernehmt die Rolle von vier Spionen der Shogunatsregierung und erhaltet den Auftrag, besagtes Schloss zu erkunden. In dem es Feinde über Fallen und Fallen über Feinde gibt. Wie in den Genre-Klassikern oder im letzte Woche veröffentlichten Vaporum erkundet ihr die zum Labyrinth angeordneten Korridore mit rasterbasierten Bewegungen im 90-Grad-Winkel, bekämpft, was immer euch vor die Flinte kommt (hauptsächlich Yokai, würde ich vermuten), und meidet Stellen, an denen Speere aus dem Boden schießen (hier und da).

Besonders pfiffige Spielzüge und clevere Situationen erhoffen sich die Entwickler vom ‘Zwei-Gruppen-System’. Wer mag, kann seine Viererparty jederzeit aufteilen, entweder in der Größenordnung ‘2+2’ oder ‘3+1’. “Zum Beispiel können zwei Gruppen ein starkes Monster in die Zange nehmen oder eine Gruppe lenkt einen Feind ab, während sich die andere Gruppe Gegenstände unter den Nagel reißt”, heißt es.

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Alle vier Charaktere sind von Spielerhand gestaltbar. Dafür genießt ihr die Wahlmöglichkeit aus vier traditionellen japanischen Klassen, etwa Samurai oder Ninja, sowie aus vier Rassen, zu denen Menschen ebenso wie japanische Fabelwesen zählen.

Neben englischen und japanischen Texten ist auch eine deutsche Version geplant. Erscheinen soll Hyakki Castle im Winter 2017. Nicht mehr lange also.

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