Griftlands ist eine “Piraten-Sandbox”, sagt Entwickler Klei

Bisher war nicht viel zu sehen vom Sci-Fi-RPG Griftlands [offizielle Seite], abgesehen von einem kurzen Trailer mit einem betrunkenen Froschmenschen, der von seiner Begleiterin für einen Beutel schnöden Mammons ausgeliefert wird (siehe Seitenmitte). Entwickler Klei blickt auf eine Erfolgsgeschichte mit mehreren Cartoon-artigen Spielen zurück. Also nervte ich sie mit einigen Fragen und kann ein bisschen mehr über Griftlands erzählen. Wie erwartet ist es ein Spiel über Geldrafferei und rundenbasierte Kämpfe, und das in einer Welt, in der die Charaktere nachtragend sind, sagen die Entwickler.

Euch sei verziehen, wenn ihr beim Marsch von Stadt zu Stadt und den Cartoon-Network-artigen Animationen an das Wikinger-RPG The Banner Saga gedacht habt. Griftlands ist allerdings nicht so sehr verhaftet in seiner Geschichte, sagt Klei.

“Griftlands funktioniert weniger gelenkt als Banner Saga”, erzählt Spieldesigner Kevin Forbes. “Es ist mehr eine Art Piraten-/Söldner-Sandbox als eine Abfolge von Handlungskämpfen. Ihr findet euch in einem simulierten Wirtschaftssystem wieder und sollt dort euer eigenes Schicksal bestimmen.”

“Eine kleine Anzahl der geschriebenen Spielercharaktere/Begleiter haben ihre eigenen Quest-Reihen, aber sie verlaufen in einer dynamischen Welt voller prozedural generierter NPCs. Das Land und die Fraktionen sind festgelegt, aber ihr Zustand und die NPCs in der ersten Reihe, die die Welt bevölkern, sind systemgetrieben.”

Klingt so, als seien eure Helden in Stein gemeißelt und der Rest der Welt reagiert auf eure Heimtücke oder Wohltaten. Der Kampf an sich klingt nach einer Mischung aus traditionellem rundenbasierten Ablauf (es gibt eine “vordere” und “hintere” Reihe mit Kämpfern), allerdings mit dem Augenmerk darauf, Feinde zu bändigen, statt sie zu töten.

“Einzelne Auseinandersetzungen sollen kurz und wirkungsvoll ausfallen”, sagt Forbes. “Moral und Persönlichkeit eines NPCs werden grundlegend miteinbezogen. Viele Kämpfe enden nicht mit dem Tod, sondern damit, dass sich eine Seite ergibt. Leute umzubringen kann spielerische Auswirkungen nach sich ziehen, etwa NPCs, die sich an eure früheren Taten erinnern.”

Das Spiel ist noch unfertig. “Wir möchten keine Erwartungen für etwas schüren, das noch im Aufbau ist”, sagt er in Hinblick auf Griftlands, an dem noch geschraubt wird. All das klingt nach einer guten Richtung für Klei. Sie haben das Survival-Spiel Don’t Starve ebenso auf dem Kerbholz wie die verrückte Managementsimulation Oxygen Not Included. Was spricht also gegen etwas Sci-Fi-Schikane? Der Release erfolgt “irgendwann 2018”.

2671

Comments

Comment on this story

You must be registered and logged in to post a comment.