Unforgiving: A Northern Hymn wirkt wie ein wertig gefertigtes Horrorspiel und erscheint diesen Monat

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Beim Wühlen durch viel Halloween-Mist stieß ich gestern auf Unforgiving: A Northern Hymn [offizielle Seite]. Ein Horrorspiel von höherer Qualität, als es die Schwemme an Indie-Grusel mit Jump-Scare-Versessenheit glauben machen könnte. Die Entwickler namens Angry Demon Studio sind ein Team aus fünf Studenten mit einer Faszination für schwedische Völkerkunde und die damit verbundenen Schauergestalten. In ihrem Spiel geht es darum, was Kinder ängstigt, wenn ihnen die Eltern von Skogsrå, Jätte, Gengångare, Lyktgubbe and Näcken vorlesen. Genau diesen Kreaturen lauft ihr über den Weg.

Unforgiving wählt den First-Person-Ansatz, ähnlich wie Amnesia oder Outlast. Im spielbaren Teaser (der leider nur wenige Minuten dauert und noch zwei Tage lang online ist) erkennt man, wie überraschend wertig es gefertigt ist. Flüssige Bewegungen, tadellose Bedienbarkeit mit dem Gamepad, ansehnliche 3D-Grafiken und stimmiges Licht-Schatten-Spiel.

Die Entwickler setzen euch in den schwedischen Wäldern ab, geben euch Streichhölzer und somit eine endliche Lichtquelle auf dem Weg durch vier unterschiedliche Abschnitte. In der Demo war das ein Anwesen mit den üblichen Korridoren und dem Übergang in eine Höhle voller Gedärm und Ekelzeug. Nicht die inspiriertesten Kulissen, aber schön anzusehen. Vor allem, wenn der Hauptcharakter mit entzündetem Streichholz rennt und die linke Hand schützend vor die Flamme hält.

Später eilt man etwa vor einem Troll durch einen Wald oder sieht sich all den Dingen ausgesetzt, die das Angry-Demon-Team für eine schauerliche Lektion hielt. Klar kann man Amnesia und dessen Wirkkraft nicht einfach wiederholen, aber durchaus stimmige Horrorspiele auf den Weg schicken, und danach sieht Unforgiving aus.

In grauen Vorzeiten von Steam Greenlight erhielt es dort grünes Licht und erscheint bereits am 24. November in der etwa sechs Stunden langen Vollversion. In der Woche passiert nicht mehr so viel. Das Jahr ist im Grunde gelaufen. Warum also nicht dieses kleine Spiel im Auge behalten?

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1 Comment

  1. Sadako says:

    Das klingt wirklich nicht übel. Und für gute horror Games- abseits von trial and error aller Outlast – oder billigen mini Jumpscare Indigames, bin ich immer zu haben. 🙂

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