Sense: A Cyberpunk Ghost Story ist eine dystopische Horrorgeschichte, inspiriert von Clock Tower und Project Zero

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Sense: A Cyberpunk Ghost Story [offizielle Seite] hatte mich beim Satz, es schöpfe Inspiration aus Spielen wie Project Zero und Clock Tower, zwei meiner Lieblinge aus der Gattung unbequemer Horrorspiele. Leider sind beide Ansätze in der wenige Minuten andauernden Demo bestenfalls erahnbar. Auch ohne permanente Geisterbedrohung oder den im Nacken sitzenden Verfolger ist es ein mit schön gezeichneten Szenen visualisiertes Spiel, das man gern im Auge behalten darf.

Es ist das Projekt des kalifornischen Kleinstudios Suzaku, für das man die New Yorker Top Hat Studios als Publisher gewinnen konnte. Von denen habe ich vorher noch nie gehört, aber sie haben Spiele wie ‘Girls and Dungeons’, ‘Karmasutra’ und ‘Analistica Academy’ (besonders dessen Beschreibung klingt, um, interessant) im Portfolio. Vor allem dem japanischen Zeichenstil verfallene Produktionen, einige mit dem Zusatz ’18+’ versehen.

Sense ist auf eine andere Art nichts für Kinder, spätestens wenn man in einer futuristischen Hong-Kong-Version des Jahres 2083 die Realität ringsum bröckeln sieht. Ungefähr das passiert am Ende der Demo, als Hauptcharakter Mei-Lin Mak ihre Augenimplantete abnimmt und sich wiederfindet in einem abgefuckten Drecksloch.

“Mit Achtsamkeit gegenüber Pacing, Atmosphäre und dem Geschichtenerzählen erhofft sich Sense eine Rückkehr zu den Wurzeln des Horror-Genres. Es zelebriert das langsam kriechende Grauen, statt sich Action und Jump-Scares zuzuwenden”, heißt es auf der Itch-Seite (wo ihr auch die Demo findet).

Kurz: Mei sieht sich Glitches in ihrer Realität ausgesetzt, Geistern, “keinen Spektral-Zombies”. Wir können uns derzeit nur ausmalen, wie sehr das Ganze im späteren Spielverlauf aus dem Ruder läuft. Und auf die Kickstarter-Kampagne warten, die in Kürze an den Start gehen soll.

Bis dahin könnt ihr euch die Demo oder das thematisch nicht unbedingt grundverschieden anmutende Tokyo Dark anschauen.

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1 Comment

  1. Sadako says:

    Gerade bezüglich Project Zero bin ich auch sehr empfänglich. Allerdings haben schon so einige gesagt, sie haben sich davon inspirieren lassen. Was bei rumgekommen, ist allerdings in dieser Hinsicht noch nie etwas über durchschnitt. Die Beschreibung klingt auch eher nen wenig in Richtung Observer was die Hintergrundgeschichte angeht. Aber ich will nicht vorschnell urteilen. Mal die Demo anschauen und beobachten was am Ende daraus wird.
    Tokyo Dark finde ich an sich nicht schlecht. Auch optisch ist es ganz schick gemacht. Allerdings wäre mehr adventure und weniger Visual Novel schön gewesen. 🙂

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