Sledgehammer hätte gern Advanced Warfare 2 entwickelt, CoD: WW2 mit 500 Millionen Dollar Umsatz am Startwochenende

CoD yo!

Dieses Jahr war wieder Sledgehammer Games an der Reihe, im munteren Studio-wechsel-dich-Spielchen einen neuen Call-of-Duty-Teil zu liefern. Nach Infinity Ward und Treyarch kam Sledgehammer recht spät in die mittlerweile dreigeteilte Entwicklerrotation (Raven und andere Zuarbeiter nicht mitgerechnet), nachdem das Unternehmen im Jahr 2009 gegründet wurde. Die erste Produktion war CoD: Modern Warfare 3, die zweite Advanced Warfare – und dazu hätte Sledgehammer gern eine Fortsetzung entwickelt.

Das erzählt Activision-CEO Eric Hirshberg im Gespräch mit Newsweek. “Sledgehammer wollte Advanced Warfare 2 machen”, sagt er. Allerdings hatte der Geldgeber andere Pläne, die ihr seit letztem Freitag in Form von Call of Duty: WW2 auf ihre Tauglichkeit überprüfen könnt. Es sollte zurückgehen in den Zweiten Weltkrieg.

“Wir wussten, dass sie zu Historikern werden und das Projekt mit Authentizität angehen würden”, sagt Hirshberg über Sledgehammer, “dass sie ihm Sorgfalt entgegenbringen und […] das unaussprechliche Ausmaß des Zweiten Weltkriegs einfangen würden”.

Zu Hilfe kam ihnen der von Activision engagierte Historiker Martin K.A. Morgan. Er reiste mit den Entwicklern zu einigen Schauplätzen, um ihr Gefühl dafür zu schärfen. CoD: WW2 beginnt mit der Landung und Erstürmung der Normandie. Ein wenig befremdlich klingt es, wenn Hirshberg über Veteranen des Zweiten Weltkriegs spricht, Menschen, die dort kämpften und denen man das Spiel zeigte.

“Wir führten es Leuten vor, die tatsächlich den Strand der Normandie erstürmten, die wirklich im Hürtgenwald kämpften”, meint er. “Es war eine unglaublich erfreuliche Erfahrung. Nachdem die Lichter angingen, schauten uns die Herren an und sagten ‘Ja, ihr habt es getroffen’. Es war einer dieser menschlichen Momente, wenn etwas zu Unterhaltungszwecken Gefertigtes sich mit dem echten Leben auf eine bedeutungsvolle Art überschneidet.”

An anderer Stelle freut sich Activision darüber, dass CoD: WW2 mehr als eine halbe Milliarde Dollar Umsatz binnen drei Tagen erzielte (via Gamesindustry).

Damit ist es nicht der sich am schnellsten verkaufende Serienteil, konnte aber in der gleichen Zeitspanne die Verkäufe gegenüber dem letztjährigen Teil Infinite Warfare verdoppeln.

“Unser 500-Millionen-Startwochenende war nicht nur größer als das von Thor: Ragnarok, sondern als die Startwochenenden von Thor und Wonder Woman zusammen. Und wir unterstützen die Community mit fortlaufenden Verbesserungen und neuen Inhalten”, sagt Hirshberg.

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