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EA kauft den Titanfall-Entwickler Respawn Entertainment

Titanfall 2

Electronic Arts kauft Respawn Entertainment a.k.a. das Studio mit den coolsten Mech-Shootern, die trotzdem immer von Battlefield übertönt werden. Die Übernahme erfolgt nicht, weil die Mech-Spiele deswegen zu wenig Geld in die Kassen spülten oder Respawn in Not geraten war, sagt CEO und Mitgründer Vince Zampella in einer Mitteilung passend zur offiziellen Ankündigung. EA sei der beste Partner, um „die Ressourcen, den Support, die Technologien und Expertise“ zu liefern, die unseren Titanfall-Lieblingen die Umsetzung ihrer Langzeitpläne sichern.

„Wir hatten Erfolg als unabhängiges Unternehmen“, beginnt Zampellas Brief. „Aber mit Blick auf die Herausforderungen in einer schnelllebigen Landschaft und darauf, wie wir künftig im Wettbewerb stehen möchten, ist es an der Zeit für uns, die Kräfte mit einem weltweiten Branchenführer wie EA zu bündeln.“

Dieser Schritt war nicht nötig, schreibt er, EA als starke Schulter aber naheliegend und sinnvoll, nachdem man sich über einige Jahre und zwei Titanfall-Teile sympathisch werden konnte. Außerdem arbeiten beide Unternehmen zusammen an einem Star-Wars-Spiel – hoffentlich mit mehr Erfolg als Visceral Games. Die Dead-Space-Entwickler wurden erst vor drei Wochen von EA geschlossen, nachdem ihr Star-Wars-Action-Adventure in Schieflage geriet. Für sie muss die Nachricht heute eine bittere Pille sein.

Zampella beteuert, es gebe keine Entlassungen oder große strukturelle Änderungen. Er bleibe Respawns oberstes Licht und werde Teil der Studioleitung aufseiten von EAs Worldwide-Studios-Organisation. Die Titanfall-Leute arbeiten weiterhin an Titanfall, heißt es in der angehängten FAQ, und die Star-Wars-Leute an Star Wars. Keine Entwicklung wird durch die Übernahme unterbrochen und das Studio behält seine kreative Freiheit. Alles feinstens, könnte er einfach nur schreiben.

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Venturebeat hat Zahlen dazu und spricht von einem 455-Millionen-Dollar-Deal. Den wird EA nicht allein für Titanfall und Star Wars abgeschlossen haben, so viel lässt sich erahnen und so viel Kohle muss erst mal wieder reinkommen. Von heute auf morgen ist da jedenfalls nichts ausgelegt.

„Die Frage war, wo wir in der Industrie stehen, wie wir den nächsten Schritt machen, größere, bessere Spiele zu entwickeln“, sagt Zampella gegenüber Venturebeat. „Wir sehen den Bedarf nach mehr Ressourcen, um größere Spiele machen zu können.“

Der erste wilde Gedanke: Vielleicht liebäugelt EA mit einem eigenen Destiny und lässt Respawn das machen. Im Titanfall-Universum. Die könnten das sicher umwerfend gut. Sie haben mit ersten Teil einen hervorragenden Online-Shooter und mit dem zweiten Teil einen hervorragenden Online-Shooter samt hervorragender Solokampagne auf dem Kerbholz. Shared-World-Ansätze sind dieser Tage nicht selten, jeder Hersteller will so was, besser geht immer, wieso nicht.

Neben den bestätigten Arbeiten an Titanfall und Star Wars macht sich Respawn auch an einem kürzlich angekündigten VR-Spiel mit Kriegsthematik zu schaffen. Nichts davon ändert sich durch die Übernahme, heißt es. Laut Venturebeat beschäftigt Respawn 205 Angestellte im kalifornischen Chatsworth und wird weitere offene Stellen ausschreiben.

„Meine Nachricht an die Fans ist, dass wir nach wie vor Respawn sind und die Dinge künftig besser machen können“, sagt Zampella. „Das ändert nichts an der Zukunft von Titanfall. Nur Positives ist damit verbunden, etwa mehr Ressourcen.“ Er erwähnt das mit den Ressourcen wirklich oft. Scheint, als bräuchten sie eine Menge Pferdestärken dafür, was auch immer sie in den nächsten Jahren zusammen vorhaben.

Je nach Größe der Projekte kann es gut sein, dass wir längere Zeit nicht viel davon hören werden. Aber bei einem Deal dieser Tragkraft ist auf jeden Fall sicher, dass wir früher oder später davon hören. Hoffentlich nur Gutes.

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Sebastian Thor

Contributor

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