Die Surgeon-Simulator-Entwickler stellen Decksplash ein

Deck 2

Wir alle kannten den Deal: Wenigstens 100,000 Leute hätten Decksplash in der vergangenen Woche ab dem 2. November herunterladen und ausprobieren sollen. Das war wichtig. Es war die einzige Möglichkeit, wie dieses reizend wirkende Spiel überlebt hätte. Nun ist es tot, weil Entwickler Bossa Studios es ja genau so angekündigt hatte. Machen weniger als 100,000 Menschen bei dem Experiment mit, treten sie ihre bisher verrichtete Arbeit in die Tonne. Was nun passiert ist.

Decksplash wandert nicht über ‘Los’ in den Early-Access, was jammerschade ist. Die Mischung aus Splatoons territorialen Farbschlachten und Tony Hawks Skateboard-Ansatz wirkte unbekümmert und wie ein wettbewerbsorientiertes Spiel, mit dem man gern ein paar Minuten totschlägt. Aber ach, müßig die Vorstellung, alles umsonst und weg damit.

“Am Ende hatten wir nicht genug Spieler, um eine gesunde Online-Community zu garantieren und das Matchmaking über einen langen Zeitraum am Leben zu erhalten”, sagt Bossa-Mitgründer Henrique Olifiers über das gescheiterte Experiment. Er setzt fort:

“Die Lektion, die wir mit nach Hause nehmen, ist eine gute für jeden: Die Spieler investieren kein Geld für ein Spiel, das nicht über einen längeren Zeitraum überlebt. Das Team kann sich einem neuen Bossa-Projekt zuwenden, und das mit einem abschließenden Gefühl, das Beste für Decksplash getan zu haben. Und wir haben etwas Neues ausprobiert, ein Multiplayer-Spiel zu validieren. Hätten wir es ohne dieses Experiment eingestellt, wäre immer ein ‘Was, wenn?’ in unserem Hinterkopf.”

“In monatlichen Game-Jams entwickeln wir Hunderte von Spielen jedes Jahr, von denen der Großteil nicht mal den Spielern gezeigt wird. Decksplash ging noch einen Schritt weiter und lehrte uns ein, zwei Dinge.”

Nun gut, wenn es denn so sein sollte. Bossa kann sich trotzdem nicht über zu wenig zu tun beschweren. Neben Worlds Adrift hat das Studio einen Katzen-Dating-Simulator namens Purrfect Date und ein Spiel unter Leitung des ehemaligen Valve-Autors Chet Faliszek in Arbeit.

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