Ein paar Minuten mit Apogryph, einer Liebeserklärung an ‘Hexen’ und andere Old-School-Shooter

Apogryph

Dieser von unten ins Bild ragende Stab mit den Blitzen drumherum. Das ist so sehr ‘Hexen’, wie es nur ‘Hexen’ sein kann. Hexen ist ein Shooter aus den Neunzigern, mit dem ich schön verwinkelte Kerker und atmosphärische Erkundung verbinde. Apogryph erinnert mehr als nur oberflächlich daran, an Fantasy-FPS wie diesen oder Heretic. “Respekt allen Old-School-Shootern” hat sich Entwickler Bigzur Games auf die Fahnen geschrieben. Was macht diese Spiele aus? Ein Leveleingang. Ein Ausgang. Dazwischen 141 Gegner, 121 Items und 4 Secrets. Am Ende die Abrechnung. Und viel unumwundene Action mit Skeletten, Dämonen und anderen Dingen, die nicht mehr wollen, als euch zu töten. Apogryph ist genau so ein Spiel.

Schade, dass die Demo nur einen Abschnitt enthält – ein Kloster. Etwa eine Viertelstunde Spielzeit, würde ich schätzen. Wenn man nicht gleich auf einem der oberen drei von sechs Schwierigkeitsgraden loslegt und größeren Gegneransammlungen gegenübersteht. Dann der Stachelhandschuh des Kriegers aus Hexen. Etwas ähnliches habt ihr auch in Apogryph, ungefähr eine Minute, bis euch der Stab in die Hände fällt. Damit schießt ihr Fleisch und Knochen in Stücke, bis alles saftig oder zerbröselt in der Umgebung verteilt liegt. Es gibt viel Blut, platzende Körper und zurückleibende Wirbelsäulen und all so ein Zeug. Eine Riesenschweinerei, aber so läuft das hier nun mal.

Außerdem erkundet ihr größere Hallen mit abzweigenden Korridoren, sammelt einen halben Meter über dem Boden schwebende Phiolen, unterlegt mit einem beruhigend summenden Jingle. Statt einen unentwegt vorwärts gerichteten Shooter zu entwickeln, lässt euch Bigzur Games seitliche Abstecher unternehmen, Schlüssel suchen und Mauern ohne erkennbaren Grund zur Seite fahren, wenn man an ihnen vorbeiläuft. An Wänden aus Totenschädeln hängende Ketten geben Geheimräume frei oder lassen Gitterstäbe mehrere Räume weiter verschwinden. Solche Dinge eben.

Fassen wir zusammen: Apogryph interessiert sich dafür, wie man Shooter aus der Mitte der Neunziger in Erinnerung hat. Die Umschaltfunktion zwischen moderner Optik und dem, was die Entwickler “Special 8-bit Mode” nennen, ist ein Zwinkern in diese Richtung. Die fertige Version hat neun verschiedene Waffen mit alternativen Feuermodi, darunter Nahkampfgerät, Zauberspruche, Stäbe und Artefakte. Bigzur Games brüstet sich zudem mit einem “ausgeklügelten Gore-System”. Kurz: Es spritzt. In sämtliche Richtungen und manchmal unterlegt mit schnitten Zeitlupeneffekten. “Einem Gegner übermäßig viel Schaden zuzufügen reißt ihn buchstäblich in Stücke, während Gliedmaßen durch den Raum fliegen und an den Wänden kleben bleiben.” Nun, solange alle glücklich sind.

Auf der offiziellen Seite findet ihr weitere Informationen (klar, was auch sonst?). Die Demo gibt es bei Game Jolt und eine Steam-Seite existiert ebenfalls bereits.

5795

Comments

Comment on this story

You must be registered and logged in to post a comment.