Belgische Kommission befindet Lootboxen für Glücksspiel

Das könnte auf längere Sicht eine spannende Angelegenheit werden. Infolge der in den vergangenen Wochen und Monaten wütenden Lootbox-Epidemie beschäftigte sich die belgische Glücksspielkommission mit dem Thema und der Einordnung, ob diese mitunter durch Echtgeld zu erwerbenden Beutekisten nun als Glücksspiel zu behandeln seien oder nicht. Sie kam zu einem Ergebnis. In Kurzform: ja.

Die Regulierungsbehörde wird zitiert mit dem Satz: “Die Vermischung von Geldeinsatz und Sucht ergibt Glücksspiel” (via VTM News bzw. Google-Übersetzung).

Vonseiten des belgischen Justizministers Koen Geens vernimmt man: “Die Vermischung von Gaming und Glücksspiel gefährdet besonders in jungem Alter die geistige Gesundheit des Kindes”. Geens Ziel besteht nun darin, derlei In-Game-Käufe, die einem Zufallsprinzip unterliegen, verbieten zu lassen.

Allerdings ist er sich auch bewusst, dass nicht von heute auf morgen eine Lösung dafür bereitsteht. “Das dauert seine Zeit, da wir die Sache gegenüber Europa zum Thema machen müssen”, sagt er. “Wir werden uns ganz und gar darum bemühen, dass es verboten wird.”

Der nächste Schritt hängt nun mit den zuständigen Gremien der Europäischen Union zusammen, denen man die Sachlage vortragen möchte. Es bleibt spannend, a) was genau dabei herauskommt, b) wie lange das dauert und c) was gegebenenfalls auf die Spielhersteller zukommt.

Falls ein entsprechender Beschluss auf den Weg kommt, befinden sich plötzlich Millionen nicht gekennzeichneter Spiele verschiedener Hersteller im Handel. Neben Star Wars Battlefront 2, dem prominentesten Beispiel für komplett aus dem Ruder laufende Lootbox-Systeme, betrifft das unter anderem auch Mittelerde: Schatten des Krieges und Overwatch.

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