In The Quest Giver leitet ihr eine Abenteurergilde und gestaltet eigene Quests

Quest Giver

Endlich schlagen die Quest-Geber zurück. Was sind sie denn sonst die meiste Zeit in Spielen? Wenig mehr als eine mit Hauttexturen überzogene Litfaßsäule, um sich “ordentlich was zu tun” abzuholen. In den seltensten Fällen Personen, um die sich jemand schert, sondern einfach nur eine Anschlagtafel voller “Töte”, “Hol mir”, “Und zwar schnell”. The Quest Giver dreht den Spieß insofern um, dass ihr den Auftraggeber spielt und euch all diese mundanen Dinge selbst ausdenkt.

Die Entwickler kommen aus Hamburg und heißen rest.less Games. Ihr könnt das Projekt mit dem 15.000-Euro-Finanzierungsziel bei Kickstarter unterstützen. Wie es derzeit aussieht, ist das jedoch vergebene Liebesmüh. Stand: knapp über 3000 Euro bei neun verbliebenen Tagen. Der Zähler ging in der vergangenen Woche nur um wenige hundert Euro nach oben.

Ob ihr trotzdem Unterstützung leisten und euren tausend Freunden Bescheid geben solltet, liegt daran, wie sehr euch die Vorstellung gefällt, eine Abenteurergilde zu leiten. Ist wohl das einzige verbliebene Schicksal, nachdem der Titelheld von seinem Erzfeind verdroschen wurde und sich jahrelang die Wunden leckte.

“Ihr seid zu alt und mitgenommen, um zu kämpfen, aber ihr wisst, dass das Böse noch immer dort draußen ist. Etwas muss geschehen. Wenn ihr das nicht könnt, muss es jemand anderes tun. Und euer Job ist es, dafür zu sorgen, dass es jemand tut.”

Mit einem Point-and-Click-Interface bastelt ihr neue Quests zusammen oder ändert bestehende, etwa durch die Auswahl eines Abenteurers. Entsprechende Gesuche von Leuten, die nicht zu Kämpfen und anderen Heldentaten in der Lage sind, findet ihr am schwarzen Brett in der Stadt.

Im Upgrade-Menü baut ihr Möbelstücke oder Upgrades für die Gildenhalle, einen Ort, an dem man als Verwalter logischerweise viel Zeit verbringt. In der Stadt könnt ihr derweil verdientes Geld in verschiedenen Geschäften ausgeben und “eine Vielzahl weiterer Dinge unternehmen”.

Beim Erklären, wie all das einen Fluss erzeugen soll, geben die Entwickler ein Beispiel:

“Ihr wollt eine bestimmte Quest gestalten, in der euer Abenteurer einige Kobolde jagen soll. Bisher wisst ihr, dass Kobolde einen Wesenszug namens “Slippery” haben, der sie gegenüber normalen Waffen fast unverwundbar macht. Ihr braucht einen Magier, aber die Klasse habt ihr für euren Abenteurerpool noch nicht freigeschaltet.”

“Zum Glück ist eure Gilde bereits auf Level 2 und ihr könnt ein Upgrade mit der Bezeichnung “Magical Artefact” anfertigen, das die Magierklasse freischaltet. In diesem Beispiel habt ihr alle dafür nötigen Materialien. Andernfalls müsstet ihr Abenteurer auf “Sammel-Quests” schicken.”

Sammelaufgaben sind ein schönes Stichwort. Falls dieses Spiel je erscheint, baue ich nur Fetch-Quests, um mich für all die saudämlichen Besorgungen zu rächen, mit denen viele Rollenspiele leider so bepackt sind. Zahlen wir es denjenigen heim, die nichts dafür können, dass Spiele gern den Weg des geringsten Widerstands gehen: armen Computerfiguren.

Es gibt fünf für die Handlung relevante Areale, in denen ihr verschiedene Missionen gestalten und lösen lassen müsst. “Seid ihr zu lange untätig, ohne euch um die Gebiete zu kümmern, breitet sich das Böse in der Welt aus und übernimmt sie”, heißt es. “Bis ihr das Böse an diesem Ort zurückgedrängt habt, könnt ihr keine Quests dort aufsetzen.”

Hier noch die Feature-Liste:

  • Innovative Spielmechanik
  • Zufallsgenerierte Weltkarte, Helden, Shop-Items und mehr
  • Drei verschiedene Handlungsverläufe
  • Mehr als 25 verschiedene Abenteurerklassen
  • Detaillierte Fantasy-Welt mit einer Menge Lore
  • Charmanter Grafikstil
  • Humorvolle, parodistische Annäherung ans Fantasy-Genre
  • Hoher Wiederspielwert

Bei Interesse könnt ihr die Kickstarter-Kampagne studieren und dort weitere Informationen zu den geplanten Spielinhalten einholen.

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