Diese Witcher-3-Mod von einem Entwickler rückt das Spiel “näher an die ursprüngliche Intention hinter dem Design”

Witcher 3 Mod

Entwickler CD Projekt mag zugunsten von Cyberpunk 2077 vorerst mit The Witcher abgeschlossen haben, aber das Memo haben offensichtlich nicht alle Mitarbeiter erhalten. Einer von ihnen ist Andrzej Kwiatkowski und arbeitete als Game-Designer an The Witcher 3 und dessen Erweiterungen. Wenn er das irgendwann mal nicht tat, ließ ihn die Welt des Hexers trotzdem nicht los. Ein halbes Jahr brachte er mit der Entwicklung einer Mod zu, die viele Systeme anpasst, hier ein bisschen was zurechtbiegt, dort ein wenig abschabt. “Sie soll das Spielgefühl wahren und sich an einigen Stellen der ursprünglichen Intention hinter dem Spieldesign annähern”, schreibt er zusammenfassend.

Ähnlich, wie es Obsidians Josh Sawyer mit seiner fabelhaften Fallout-New-Vegas-Mod tat, dient die FCR3-Mod von Kwiatkowski als Erweiterung und Vertiefung der Spielsysteme, wo es mit derlei Eingriffen möglich war. Zum Beispiel: Vom Himmel geschossene Flugmonster trudeln nicht nur schneller in Richtung Boden, sondern nehmen beim Aufklatschen auch Schaden – abhängig von der Fallhöhe.

Wenn Geralt lange Finger macht und die Bewohner beklaut, gibt es nun Reaktionen umstehender Passanten darauf, je nachdem, womit sie gerade beschäftigt sind. Einige tun so, als bekämen sie nichts mit, einige stellen euch zur Rede und andere starren wie eine Katze. “In seltenen Fällen sind die Leute eingeschüchtert und ducken sich oder rennen weg”, schreibt Kwiatkowski. “Der Effekt ist besonders gut in Novigrad sichtbar, weniger in Skellige und am wenigsten in Toussaint, wo selbst die Wachen Diebstahl ignorieren.”

Weiterhin erfolgten Anpassungen an der Charakterentwicklung, den Skills, ihrer Nutzung und den NPCs. Zum Beispiel sind die willkürlich scheinenden Stat-Buffs bei robusteren Feinden mit Totenschädelsymbol nicht länger ein Thema. Allein ihr höheres Level macht sie schon zu anspruchsvollen Gegnern, da braucht es nicht noch mehr.

Wo es Sinn hatte, passte Kwiatkowski auch die Goldmenge an, die Geralt für erledigte Jobs einstreicht. Der Baron, sagt er, sollte nun großzügiger sein beim In-die-Tasche-Greifen. Außerdem heilen Nahrungsmittel weniger Lebenspunkte pro Sekunde, halten aber länger an. Unzählige weitere Tweaks betreffen die Witcher-Rüstungssets, Runen und Glyphen, Bomben, die Armbrust und die Tränke.

Es sind wirklich viele Gedanken, die sich Kwiatkowski machte und euch hiermit in spielbarer Form präsentiert. Da die Mod in die Charakterentwicklung eingreift, werden Geralts Fertigkeiten zurückgesetzt und ihr könnt die Punkte neu verteilen. Eine Verträglichkeit mit anderen (nicht ins Spielgefüge eingreifenden) Modifikationen sollte ebenso wenig ein Problem sein wie eine Installation mitten in einem Spieldurchlauf. “Es sei denn, ihr nutzt bereits andere Mods mit Auswirkungen auf die Spielmechanik”, heißt es. Den Download-Link und die Installationsanleitungen findet ihr bei Nexus-Mod.

(Danke an den Finder namens Gamepro)

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