Humanity ist ein wunderschönes, beängstigendes Spiel über Menschenmengen

Der Trailer zu Humanity ist nur 75 Sekunden lang. In dieser kurzen Zeit habe ich für mich entschieden, dass er das Beste und Wundervollste ist, was ich seit Monaten gesehen habe. Dann dachte ich, dass es gar kein Spiel für mich sein könnte, und schlussendlich bemerkte ich, dass mich der Anblick sehr traurig und ein bisschen ängstlich macht. Ich habe den Trailer gerade noch einmal angeschaut. Obwohl ich halbwegs zur Überzeugung gelangte, dass er mich dazu überlisten möchte, Spaß mit einem Puzzlespiel zu haben, würde ich es in genau diesem Moment gern spielen. Was immer es sein mag. Schaut selbst.

Alles ist ruhig, auf eine etwas düstere Art, bis das Handgemenge ausbricht. Anschließend startet eine Schießerei und plötzlich gerät alles sehr beängstigend.

Ein so glatter Übergang von ‚ruhig‘ zu ‚beängstigend‘ in gerade mal einer Minute ist ein Anzeichen für begnadete Kunstfertigkeit. Ich bin immer noch ein wenig unsicher wegen der großen Pfeile und der fallenden Menschenströme, was zu der Annahme verleitet, dass Humanity etwas stärker in Richtung Lemmings tendiert, als es mir gefällt. Aber es ist definitiv etwas, das ich spielen möchte.

Entwickler tha ltd beschreibt Humanity als „Actionspiel um Menschenmengen“, weniger als Puzzlespiel, obwohl sich die „Action“ darauf beziehen könnte, dass die Menschenmassen niemals anhalten. Sie schreiten stets voran, manchmal wie Pendler in ein unterirdisches Verkehrssystem, manchmal wie Kunden in einem Einkaufszentrum. Dann fallen sie, dann kämpfen sie und dann töten sie.

Mehr zu dem Spiel und anderen Kunstprojekten findet ihr hier.

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