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Take-Two startet das 'Indie'-Publishing-Label Private Division

In Erinnerung an die Bedeutungslosigkeit des Wortes ‚Indie‘ hat Take-Two Interactive – die milliardenschweren Besitzer des GTA-Entwicklerstudios Rockstar, des Civ- und XCOM-Studios Fixaris und des 2K-Labels – ein Indie-Publishing-Label ins Leben gerufen. Es heißt Private Division, was in Kombination mit dem Logo ↑ klingt wie eine Twin-Peaks-Pornoseite. Doch sie haben eine recht stattliche Anzahl großer Namen fürs Start-Line-up hinter sich versammelt, darunter Ancestors: The Humankind Odyssey vom neuen Studio des ursprünglichen Assassin’s-Creed-Creative-Directors Patrice Désilet, ein noch unangekündigtes RPG von Tim Cain und seiner Fallout-Gefolgschaft bei Obsidian, Spiele von Leuten, die an diversen Battlefields und Halos arbeiteten, und Kerbal Space Program (das Take-Two inzwischen besitzt). Hey, wenn das zu guten Spielen führt, dann bringt euch selbst in Wallung mit euren Indie-Fantasien.

In Take-Twos offiziellem Wortlaut ist Private Division „ein neues Publishing-Label, bestehend aus Veteranen der Spielindustrie, das sich der Veröffentlichung hochqualitativer Indie-Spiele verschrieben hat“. Ich denke, sie meinen ‚unabhängig‘ im Sinne von „Das Entwicklerstudio ist kein börsennotiertes Unternehmen“.

Also, was haben wir? Zum Beispiel Ancestors, ein Action-Adventure-Survival-Spiel über eine Fantasy-Welt, in der sich Affen allmählich in menschliche Wesen verwandeln (mithilfe eines Zauberers? Keine Ahnung). Das geheimnisvolle Obsidian-RPG entsteht unter der Leitung von Tim Cain und Leonard Boyarsky, den Designern des ersten Fallout (außerdem waren sie Producer und Lead-Artist), und ist mit Sicherheit etwas, das sich im Blick zu behalten lohnt. Die früheren DICE-Leute David Goldfarb und Ben Cousins entwickeln ein unangekündigtes RPG mit dem Codenamen Project Wight. Marcus Lehto, der Art-Director bei den frühen Halo-Spielen, betreut einen neuen Sci-Fi-Shooter in seinem Studio V1 Interactive. Kerbal Space Program rundet das Start-Line-up ab.

Einige interessante Namen und Spiele. Außer Kerbal Space Program ist keines dieser Spiele für eine Veröffentlichung vor dem 1. April 2019 eingetaktet.

‚Indie-Publishing-Labels‘ sind ein immer wiederkehrendes Ding. Mehrere kleine Publisher haben ihre eigenen und die Großen stoßen ebenfalls in dieses Segment vor. EA versucht sich alle paar Jahre an der Idee und nennt sein Label zurzeit EA Originals. Wir leben in sonderbaren Zeiten, in denen Menschen ihren erdrückenden Job bei großen Publishern aufgeben, um Unabhängigkeit zu erlangen und ihren Beitrag zu einer Szene zu leisten, die teils scharfe Antworten auf einfallslose Triple-A-Spiele und endlose Fortsetzungen liefert. Dann entscheiden Publisher, dass sie das ebenfalls möchten, öffnen ihre Brieftaschen und nehmen ‚Indies‘ unter Vertrag… wie sonderbar alles ist. Das beschreibt nur eine Form von ‚Indie‘, um das deutlich zu sagen. Und wir akzeptieren allesamt bereits, dass ‚Indie‘ bedeutungslos ist, nicht wahr?

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