Nach zehn Jahren Entwicklung erscheint Iconoclasts im Januar

Ein paar leidenschaftliche und jahrelang in der Entwicklung verharrende Indie-Projekte trugen dieses Jahr endlich Früchte. Obwohl es den Dezember um ein paar Wochen verpasst, dürfen wir uns auf Iconoclasts freuen, ein ambitioniertes Metroidvania vom schwedischen Einzelentwickler Konjak, das am 23. Januar nach über zehn Jahren erscheint. Das Release-Datum wurde schon vor einer Weile mitsamt einem Trailer angekündigt, und heute gibt es ein paar neue Eindrücke für alle, die erst jetzt davon erfahren. Einen längeren ‚Rough-Cut‘ mit etwas mehr Spielszenen und mehr von diesen wunderschönen Charakteranimationen im Vollbildformat.

Gutes Zeug, ebenso wie kleiner Einblick in Setpieces, die wir zuvor noch nicht gesehen haben. Besonders interessant finde ich den Vergleich mit dem Debüt-Trailer von 2011. So viele grundlegende Sprites wirken unverändert, da es bereits damals ein hochgradig polierter ‚Vertical-Slice‘ war. Aber einigen Leuten zufolge, die als Playtester daran mitwirkten, sei der Spielumfang explosiv in die Breite gegangen – und dazu der Grad an Polishing. Selbst das Bildschirmwackeln fühlt sich irgendwie sanft an. Ach, und der Titel scheint auf dem Weg hierher irgendwo sein ‚The‘ verloren zu haben.

Da Konjak perfektionistisch veranlagt ist, wurden nur wenige seiner früheren Spiele fertiggestellt. Dass man in seinem bisher größten Spiel Referenzen zu älteren Projekten findet, ist daher keine große Überraschung. Die auffälligste ist ein rekrutierbares Party-Mitglied – Mina, die Piratin – und eine Anspielung auf eines seiner ersten Spiele: ‚Mina of the Pirates‘, unfertig, aber veröffentlicht für die Leute, um darin herumzuwurschteln.

Ihr findet ‚Mina of the Pirates‘ auf Konjaks Seite, daneben eine Mischung weiterer kostenloser Leckerbissen. Einige sind vollständige (wenn auch kurze) Spiele, andere fallengelassene Prototypen. Die Zelda-Parodie Legend of Princess ist besonders großartig. Ihr könnt hier auch Ivory Springs sehen und ausprobieren, den frühesten Prototyp des Iconoclasts-Konzepts aus dem Jahr 2007. Die kleineren, niedlicheren Sprites und den freundlicheren Ton außer Acht gelassen, ist es faszinierend zu sehen, wie ein einzelner Entwickler über eine Dekade hinweg mit und an seinem Spiel wuchs.

Iconoclasts soll am 23. Januar via Steam und GOG erscheinen, zusätzlich vielleicht auch an anderer Stelle. Eine Vielzahl an Ports für weitere Plattformen soll kurz darauf folgen. Wollt ihr einen Vorgeschmack darauf, welche Art von Einfallsreichtum und Bossgestaltung euch nächstes Jahr bevorsteht, dann schaut euch Konjaks vorheriges Spiel an: Noitu Love 2: Devolution.

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