Platinum Games arbeitet an zwei neuen Spielen, darunter eine eigenentwickelte Marke

Platinum Games konzentriert sich derzeit auf zwei neue Projekte, was eine tolle Sache ist, da es schon mit dem Teufel zugehen müsste, wären Platinum-Spiele keine Bereicherung. Mindestens eines der Projekte ist eine Marke in Eigenentwicklung, wie Atsushi Inaba gegenüber Game Informer bekräftigt. Eine, über die nur das Studio selbst verfügen kann, niemand anderes.

„Platinum konzentriert sich derzeit darauf, eine eigene IP zu entwickeln“, sagt er. „Bis jetzt haben wir an eigenentwickelten Marken für eine Vielzahl an Publishern gearbeitet. Wir haben auch an anderen Hollywood-IPs für andere Publisher gearbeitet. Aber wir sind immer mehr interessiert daran, unseren eigenen Titel zu entwickeln und zu vertreiben.“

In der Vergangenheit arbeitete Platinum Games mit großen Unternehmen an seinen Spielen, darunter Sega, Nintendo, Square Enix, Konami, Activision und Microsoft. Nachdem das Open-World-Drachenabenteuer Scalebound infolge einer holprig verlaufenen Entwicklung eingestellt wurde und für Nintendos Switch derzeit Bayonetta 3 vor sich hinköchelt, darf man sich durchaus fragen, womit die rund 200 Angestellten beschäftigt sind.

Inaba zufolge habe sich das Studio im vergangenen Jahr intern der Auffassung geöffnet, dass jeder Mitarbeiter ein Spiel pitchen und sein Konzept für weitere Evaluierung vorlegen kann. „Im Laufe des letzten Jahres haben wir 70 Design-Dokumente von verschiedenen Leuten bekommen. Und wenn man die anderen ungeordneten Ideen hinzunimmt, das Gekritzel auf dem Papier, sind es noch viel mehr.“

Das Jahr 2017 war für Platinum auch eines zum Aussortieren, was man sich für die Zukunft vornimmt und was nicht. „Wir haben nun zwei Designs, die wir ernsthaft verfolgen“, heißt es. Beim Teamumfang fässt Inaba um die 20 Leute ins Auge, die an einem Projekt arbeiten sollen. „Das wäre eine gesunde Größe“, sagt er.

Nachdem es in den vergangenen Jahren nicht immer blendend aussah um die Zukunft des Studios, darf man froh sein, dass die Maschinerie auch abseits großer, Publisher-finanzierter Triple-A-Projekte weiterrattert. Scheint so, als würde 2018 ein spannendes Jahr für die Actionspezialisten aus Japan.

Comments

Kommentiere diese Geschichte

You must be registered and logged in to post a comment.