Die PUBG-Entwickler denken laut über eine Verfilmung nach

Wie wäre es mit der Verfilmung eines aktuellen Spiels, dessen Grundgedanke dem Namen nach einem japanischen Film Anfang der Zweitausender zugrundeliegt, der wiederum auf einem Roman aus den späten Neunzigern basiert? Klingt kompliziert. Ist es aber nicht. Die Sache ist so: Die PUBG Corp, die mit Playerunknown’s Battlegrounds bekanntlich den Hit des vergangenen Jahres auf dem Kerbholz hat, könnte noch viel mehr Geld damit verdienen als mit den fortwährenden Spielverkäufen. Etwa mit einer Verfilmung, wie PUBG-Corporation-CEO Chang Han Kim in einem Interview mit Inven Global anschneidet.

“Wir sähen es gern, würde PUBG zu einem durchgängigen Media-Franchise auf Grundlage des Spiels werden. Wir möchten an mehreren Industriezweigen teilhaben, darunter D-Sports, Filme, Schauspiel, Cartoons, Animationsfilme und mehr“, sagt er.

Kurz und bündig: PUBG überall. PUBG für alle, auch wenn man mit Games nicht so viel anfangen kann. Und selbst dann ist es nicht mal unwahrscheinlich, dass man von der Jeder-gegen-jeden-Sensation gehört hat. PUBG brüstet sich inzwischen mit knapp 30 Millionen Spielern, über drei Millionen gleichzeitigen Spielern und mehr als 1,5 Millionen Cheatern, die allein von der Anti-Cheat-Software BattlEye erkannt und gebannt wurden.

Das sind monströse Zahlen. Battlegrounds bestimmt den täglichen Dialog nun seit einem Dreivierteljahr stärker als jeder andere Titel, und man darf sich fragen, wie die Entwickler aus dieser Beliebtheit Kapitel schlagen wollen. Wie Chang Han Kim umriss: überall präsent sein, wo man Geschichten von Menschen erzählen kann, die sich aus purem Überlebenswillen ins Gesicht schießen.

“Wir haben schon ein paar Anrufe von Leuten aus Hollywood und bei Netflix erhalten“, sagt er. “Unser Traum ist es, eine neue spielbasierte Kultur auf verschiedenen Wegen auszubauen und darüber die Oberhand zu haben.“

Interessanterweise basiert das Töte-alle-damit-sie-es-nicht-können-Konzept des Spiels auf Kinji Fukasakus 2000 erschienenem Film namens Battle Royale (der übrigens erst 2017 in Deutschland vom Index flog und endlich ungeschnitten in die Läden kam). Der wiederum gründet zu großen Teilen auf einem Roman von Kôshun Takami, erschienen ein Jahr zuvor. Und wenn es die Umstände so wollen, haben wir bald einen Film auf Grundlage des Spiels auf Grundlage des Films auf Grundlage des Romans. Wie schön. Vielleicht. Hoffentlich. Vermutlich nicht. Vielleicht aber doch. Ach, wer weiß das schon.

Was das Spiel an sich angeht: Gestern erschien ein kleiner Patch, der Probleme mit der Treffererkennung über lange Distanzen ausbügeln soll. Und Client-Abstürze in der Lobby. PUBG bleibt nicht stehen, oh nein.

1 Kommentare

  1. Sadako sagt:

    Zuerst muss ich gestehen, dass ich kein Fan des Spiels bin, da mich diese Art von Multiplayer einfach sehr schnell langweilt.

    Und trotzdem möchte ich sagen, dass ich es ein wenig überzogen finde was da geäußert wird. Also ich möchte bezweifeln, dass das Spiel selbst so viel tiefe hergibt, um einen ganzen Markennamen auch über Spielegrenzen hinaus zu tragen. Klar man kann aus allem einen Film machen und er muss nichtmal „gut“ sein, damit er etwas Geld einbringt.
    Aber wogegen Battle Royal noch ein erschütterndes Setting hat und auf mehr basiert als nur wir schießen uns alle tot – kann ich zumindest als stiller Beobachter bei PUPG nicht besonders viel tiefe erkennen. Aber klar, man muss natürlich versuchen die Einnahmen noch weiter zu maximieren und sich als etwas hinstellen was man nicht ist. Als jemand der das Spiel als solches allen zugänglich macht. Da seit ihr wie beim Spielprinzip aber nicht unbedingt die ersten. 😉

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