The Messenger ist ein Metroidvania-Spiel mit einem Wechsel zwischen 8- und 16-Bit-Grafikstil

Messenger

Ein wenig bedauerlich ist es schon, dass The Messenger seinen putzig eingefädelten Twist direkt mitsamt der Ankündigung herausposaunt, aber so soll es wohl sein. Zunächst einmal: Es ist ein Metroidvania-artiges Spiel, und von denen kann man nie genug in Griffweite haben. Wie es sich für ein Pferd aus diesem Stall gehört, sprechen wir von Platforming in einer feindseligen Umgebung, mit feuerspuckenden Feinden, hin und her schwingenden Stachelfallen und all dem Zeug, das man hier erwarten würde. Es geht durch Unterwasser- und Dschungelgebiete, mal rechts an der Wand hoch, mal vor steigender Lava fliehend. Hey, ihr spielt einen Ninja, der beherrscht so was eben und muss es nicht mal erklären.

Hier kommt der Twist: Was zunächst anmutet wie eine Art Hommage an die alten Ninja-Gaiden-Spiele aus der 8-Bit-Zeit und in einem entsprechend reduzierten Grafikstil erstrahlt, wechselt munter dazwischen und einem 16-Bit-Stil. Es geht schließlich um Zeitreisen.

So sieht’s aus. Und so kann man sich einen Begriff wie “generation-leaping visuals“ (“Generationen überspannende Grafiken“) auf die Feature-Liste schreiben, was immer beeindruckend klingt und sogar stimmt. Ihr spielt da also diesen wendigen Ninja, der kein Problem damit hat, steile Felswände nach oben zu kraxeln oder Gegner mit Katana-Sprüngen zu köpfen, ohne zwischen ihnen den Boden zu berühren. Er tut all das in einer bis in die Grundfesten verfluchten Welt, weil er eine mächtige Spruchrolle transportiert, von der das Überleben seines Clans abhängt.

“Was eine schliche Hommage und ein Liebesbrief an 8-Bit-Platformer zu sein scheint, entwickelt sich langsam zu einer cleveren Zeitreisegeschichte“, schreiben die Entwickler Sabotage Studio. “Es stellt sich als 16-Bit-Metroidvania-Spiel mit großem Wiederspielwert und trockenem Humor heraus.“

Genau diese Wandlung seht ihr im offiziellen Trailer zur Ankündigung gegen Ende:

Abgesehen davon liebe ich jetzt schon den albernen Boss bei der 40-Sekunden-Marke. Cool wäre es ja gewesen, hätte man den grafischen Wechsel ansatzlos und völlig unvorbereitet selbst im Spielverlauf erlebt. Aber so können die Entwickler wenigstens sicher sein, dass ihrem Erstlingswerk die nötige Aufmerksamkeit gilt.

The Messenger erscheint im Laufe des Jahres. Nebenbei, so steht es auf der offiziellen Seite, hilft Sabotage Studio den Oddworld Inhabitants bei der Entwicklung von Oddworld: Soulstorm aus.

Comments

Kommentiere diese Geschichte

You must be registered and logged in to post a comment.