Die Star-Citizen-Entwickler kontern Cryteks Klage

Und weiter

*Ding, Ding, Ding* Runde zwei im Kampf Crytek vs. “Die Leute, die Star Citizen entwickeln und nicht wissen, wohin mit all dem Geld“ a.k.a. Cloud Imperium Games unter der Leitung von Chris Roberts. Schauen wir kurz zurück auf die Eröffnungsrunde im Dezember, als Crytek Roberts‘ Unternehmen Vertragsbruch vorwarf, zum Teil wegen Fehlgebrauchs der lizenzierten Cry-Engine, mit der die Entwicklung von Star Citizen einst ihren Anfang nahm. Cloud Imperium äußerte sich damals nur sehr knapp zum vorliegenden Fall und kündigte an, “energisch gegen diesen nutzlosen Prozess“ anzugehen. Heute gibt es einen Nachschlag: CIG wirft Crytek vor, “rechtliche Zulässigkeit zugunsten lauter Publicity“ zu opfern – und ersucht um eine vollständige, rechtskräftige Abweisung der Klage.

Zunächst einmal macht CIG den Vorwurf (via Reddit), Crytek hätte die komplette Lizenzvereinbarung “absichtlich ausgelassen“, nur ausgewählte Abschnitte und nur zu eigenen Gunsten daraus zitiert.

Einer der strittigen Punkte, hieß es im Dezember, umfasst die Nutzung der Cry-Engine für ein einziges Spiel: Star Citizen. Nun ist Star Citizen über die Jahre extrem in die Breite gegangen und die Entwickler entschieden sich dafür, das Singleplayer-Kampagnenmodul Squadron 42 auszukoppeln. Was in der Lizenzvereinbarung nicht vermerkt sein sollte, da die Auskopplung erst später stattfand.

Cloud Imperium stemmt sich jedenfalls gegen die Anschuldigungen und zitiert die Vereinbarung mit: “[…] für das Spiel, das derzeit auf den Namen Star Citizen hört, und das zugehörige Space-Fighter-Game Squadron 42“.

Weiterhin hätte CIG laut Crytek zugestimmt, “ausschließlich“ die Cry-Engine zu verwenden (inzwischen ist das Projekt umgesattelt auf Amazons Lumberyard-Technologie, die wiederum auf der Cry-Engine basiert – kompliziert, ja). Aber hey-ho, das war nicht der Wortlaut, sagt CIG. Tatsächlich hätten die Entwickler “ein exklusives Recht“ zur Cry-Engine-Nutzung. Exklusives Recht, nicht die Pflicht, führen die Beschuldigten an.

Für CIG ist die Sache einfach: “Die Lizenzvereinbarung entkräftet praktisch jede Forderung, die Crytek ersucht“, schreibt das Unternehmen. “Cryteks Eingeständnis, dass die Angeklagten noch nicht mal Cryteks Software verwenden, erledigt den Rest.“

So weit die Sachlage. Wir werden sehen, wie sich der Fall in den kommenden Wochen und Monaten entwickelt. Bis dahin könnt ihr in Star Citizen schon seit einiger Zeit virtuelles Land kaufen und in Cryteks Warface… nun ja, virtuelles Land mit großen Waffen verwüsten. Sagt ihr mir, was davon unterhaltsamer ist.

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