Descenders stürzt sich im Februar in den Early-Access

Mountain-Biking den Berg abwärts, das klingt wie ein riesiger Spaß. Was könnte schöner sein, als malerische Täler nach unten zu stürzen und zwischen Kiefern Gas zu geben mit etwa… 80 Stundenkilometern? Ah ja, den Teil hatte ich vergessen. Mountain-Biking den Berg abwärts klingt furchtbar.

Google sagt mir, das sei die Höchstgeschwindigkeit für Radsportler in der realen Welt, doch die in Descenders scheinen das noch in den Schatten zu stellen – wie wir selbst an vorderster Front erfahren können, wenn das Spiel am 9. Februar im Early-Access erscheint. Es ist nicht Rage Squids erster Vorstoß ins Racing-Genre. Sie haben auch Action Henk entwickelt, ein Spiel ohne Fahrräder, aber mit viel Herumrutschen auf dem Hintern.

Unter der Motorhaube passiert noch mehr (lasst uns so tun, als hätten Fahrräder eine) als im typischen Rennspiel. Die Action verlagert sich auf prozedural generierte Welten, was nahelegt, dass ihr eher schnell auf die sich ändernden Umstände und Umgebungen reagieren müsst, als dieselben Biegungen immer und immer wieder zu üben.

Hier der Trailer zur Ankündigung aus dem Juli, um euch einen Vorgeschmack zu verschaffen, wie all das aussieht:

Den Entwicklern zufolge bleibt das Spiel etwa sechs bis neun Monate im Early-Access, auch wenn die in zwei Wochen erscheinende Version eine komplette Singleplayer-Kampagne, Online-Bestenlisten und eine beträchtliche Sammlung freischaltbarer Ausrüstung und Räder enthält. In den Folgemonaten fügen die Entwickler weitere “Fahrräder, Ausrüstung, Welten, Tweaks, Tricks und mehr“ hinzu.

Die prozedurale Generierung sticht für mich als interessantestes Detail über Descenders heraus. Sie kann sich als mächtiges Werkzeug erweisen, die ein Spiel vom zu schnellen Erreichen eines Ablaufdatums bewahrt. Außerdem schön zu sehen, dass sie mal nicht in einem Roguelike im Mittelpunkt steht.

Weiterhin beachtlich sind die Social-Features, zuvorderst geknüpft an die Entscheidung zwischen drei Teams, die allesamt Fahrtricks, Off-Road-Mätzchen und Geschwindigkeit lieben. Im Spielverlauf sammelt ihr Rufpunkte für die gewählte Mannschaft, was euch wiederum teamspezifische Ausrüstung einbringt, die sich vom grundlegenden Freischaltsystem abhebt. Ihr könnt auch mit euren Teamkameraden in einem speziell abgeriegelten Discord-Kanal chatten, was irgendwie albern und nett klingt.

Ein Leser der britischen Seite postete dieses Video, und heilige Scheiße, ist reales Downhill-Mountain-Biking beängstigend. Ich fühle mich fast zu traumatisiert für die virtuelle Version. Descenders erscheint am 9. Februar bei Steam. Es kostet 23 Euro.

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