Kingdom Come Deliverance: Schlösser knacken und Dietriche benutzen – so funktioniert es

Das Mittelalterdasein war kein Zuckerschlecken. Kein Wunder, dass es in so vielen Rollenspielen recht langfingrig vor sich geht und man alles einsteckt, was nicht niet- und nagelfest ist. Zum Repertoire eines echten RPG-Helden gehört deshalb selbstverständlich auch der Umgang mit dem Dietrich, um Truhen, Schlösser und somit Türen zu knacken. In Kingdom Come: Deliverance ist das nicht anders.

Auch hier sind wertvolle Dinge meistens hinter abgesperrten Türen und in massiven Truhen eingelagert, deren Schließmechanismen ihr erst überwinden müsst. Deshalb ist die Fertigkeit „Schloss knacken“ eine der wichtigsten im ganzen Spiel. Egal, ob ihr nun an Ausrüstung, Nahrung oder andere Kostbarkeiten gelangen wollt. Tatsächlich kommt ihr hiermit sogar an schwierigen Passagen einiger Quests vorbei, wenn ihr euch Zugang zu verschlossenen Bereichen verschafft und so zum Beispiel einem kniffligen Fight mit einem biestigen Feind aus dem Weg geht.

Dieser Artikel verrät euch deshalb alles Wissenswerte darüber, Schlösser zu knacken. Damit ihr komplett im Bilde seid, beginnen wir mit dem wichtigsten Arbeitswerkzeug jedes Meisterdiebs, dem Dietrich. Danach stellen wir euch die Fertigkeit an sich sowie ihre Upgrades vor. Des Weiteren ein paar Ratschläge zur Güte, wie ihr Schlösser noch leichter überwindet und wie man es anstellt, nicht erwischt zu werden.

Dietriche bekommen

Ohne ihn geht nichts: der Dietrich. Oder besser „die Dietriche“, da es sich um Verbrauchsgegenstände handelt, die sich mit Gebrauch abnutzen oder sogar zerbersten können. Letzteres wird euch gerade zu Anfang noch sehr oft unterlaufen und ist auf die unsachgemäße Handhabung des Werkzeugs zurückzuführen. Führt also immer einen ganzen Strauß der Dinger mit euch, sofern möglich.

Das erste Mal, dass ihr ein paar davon erhaltet, ist direkt zu Anfang im Heimatdorf, als Heinrichs Freunde ihm einen Satz schenken (im Rahmen der Hauptquest “Unerwarteter Besuch“). Ihr solltet sie euch gut einteilen und sorgsam behandeln. Gerade zu Beginn des Spiels sind die Dinger noch kostspielig und fragil. Es passiert immer wieder, dass ihr nebenbei einen Dietrich erhaltet, etwa wenn ihr mal wieder im Rahmen einer Quest die Besitzverhältnisse bestimmter Waren… sagen wir mal: “korrigieren“ sollt. Die so erlangten Dietriche genügen aber längst nicht, will man seine Nase in jeden möglicherweise reich befüllten Kasten stecken.

Bei einschlägigen Händlern könnt ihr jederzeit neue kaufen, was aber gerade zu Anfang recht teuer ist. Immerhin verbraucht Heinrich mit steigender Fähigkeit auch immer weniger dieser Werkzeuge.

Fähigkeit Schlösser knacken verbessern

Die Schlösser von Kingdom Come: Deliverance kommen rollenspieltypisch in verschiedenen Güteklassen daher, die euch durch einen Zusatz in Klammern angezeigt wird, sobald ihr darauf zielt. Das reicht von “sehr leicht“ bis hin zu “sehr schwer“. Für alles oberhalb der leichtesten Schlösser ist Heinrich gerade zu Beginn des Spiel längst nicht gut genug. Je mehr ihr probiert, um schließlich erste Erfolge zu erzielen, umso mehr steigt Heinrichs Fertigkeit.

Ebenfalls hilfreich sind Tipps von NPCs, die sich mit dem Schlösserknacken auskennen. Müller Peschek zu Beginn des Spiels ist so einer und glücklicherweise kaum zu verpassen, wenn ihr der Hauptquest ein Stück weit bis nach Rattay folgt. Von ihm erhaltet ihr die Nebenquest “Der ehrbare Dieb“ und das nötige Wissen, sofern ihr ihn darum bittet. Auch an Müller Pescheks Übungskiste könnt ihr euch ein bisschen die Finger warmspielen und dabei schon etwas Erfahrung in dieser Disziplin gewinnen.

Je höher eure Stufe im Schlösserknacken, desto schwierigere Schlösser könnt ihr euch vornehmen. Zudem dürft ihr nach jeder dritten Stufe eine Verbesserung dieser Fähigkeiten freischalten. Die Option findet ihr im Spielermenü des Charakterinfo-Fensters. Sucht den Tab “Fähigkeiten“ heraus, scrollt nach unten zu Schlösser knacken und klickt das „+“ an, um eine Liste der verfügbaren Verbesserungen zu sehen. Im Einzelnen sind das:

Beständige Dietriche (3): Derlei Dietriche erweisen sich als stabiler gefertigt und halten die doppelte Zeit im funktionalem Zustand.

Schlosser (3): Nach dem Knacken eines Schlosses habt ihr eine Chance von 20 Prozent, dass kaputte Dietriche wieder in eurem Inventar landen.

Geschicktes Händchen (6): Versucht ihr, ein Schloss zu knacken, ist der Startpunkt dafür deutlich näher am Schlossende, was bewirkt, dass es weniger Mühe bedarf, es zu öffnen.

Glück des Trunkenbolds (6): Witzig. Hierbei seid ihr in betrunkenem Zustand um 30 Prozent besser in der Lage zum Schlossknacken, macht währenddessen aber auch 30 Prozent mehr Lärm.

Sechster Sinn (9): Sollte euch jemand beim Langefingermachen erwischen, wird euer Charakter frühzeitig darüber gewarnt und nutzt diesen Vorteil aus, indem er mehr Zeit hat, das Weite zu suchen.

Stiller Schlösserknacker (9): Auch bei etwas problematischeren Schlössern seid ihr beinahe in der Lage, es lautlos mit dem Dietrich zu öffnen. Bricht euer Dietrich beim Versuch ab, ist das Geräusch rund 90 Prozent leiser, also kaum noch hörbar.

Dieb im Glück (12): Glück im Unglück: Wenn euch beim Herumfuhrwerken ein Dietrich zu Bruch geht, besteht immer noch eine zehnprozentige Chance, dass das Schloss dadurch nachgibt und sich öffnen lässt.

Meister der Schlösser (12): Die Krönung für alle Langfinger: Auf dieser Stufe sind einfache Schlösser keine Hürde mehr für euch – ihr knackt sie einfach automatisch.

Schlösser knacken – Schritt für Schritt

Falls euch etwas noch nicht klar sein sollte oder falls ihr Müller Peschek noch nicht getroffen habt, hier noch mal der Vorgang im Einzelnen:

1. Blickt das Schloss an und haltet “E“ (ohne dass euch einer dabei beobachtet), nun seht ihr das Schloss von vorn. Ist Heinrichs Fähigkeit hoch genug, kann das Schlossknacken beginnen.

2. Damit ihr den Bolzen drehen und das Schloss öffnen könnt, müsst ihr die richtige Stelle finden, an der ihr den Dietrich platzieren müsst. Beobachtet euren Cursor genau. Wird er größer, nähert ihr euch der richtigen Stelle. Sobald er golden wird: Bingo. Weiter zum nächsten Schritt.

3. Nun wird’s knifflig: Durch Drücken und Halten von D beginnt ihr, den Bolzen zu drehen. Gleichzeitig müsst ihr den Dietrich mit dieser Drehung mitgehen lassen, sodass er nicht von seinem “Sweet-Spot“ rutscht. Passiert das doch, verkeilt er sich im Mechanismus, was dazu führen kann, dass der Dietrich kaputt geht.

Was einfach genug klingt, stellt euch in der Praxis vor zwei Herausforderungen: 1. Sobald ihr das Drehen des Bolzens einmal startet, könnt ihr die Bewegung nicht mehr anhalten, was schon mal schwierig wird, wenn man mit dem Dietrich von der optimalen Position abkommt. 2. Der Cursor reagiert bei diesem Manöver sehr nervös, jedenfalls ist das am PC der Fall. Unten im Text erfahrt ihr, was ihr dagegen tun könnt. Achtet auf jeden Fall darauf, dass der Dietrich an Ort und Stelle ist, denn ein Verrutschen und ein Schaden am Werkzeug verursachen immer auch etwas Krach, den NPCs hören können. Vollendet ihr unterdessen die Drehung, ohne mit dem Dietrich zu verrutschen, ist das Schloss offen, ohne dass einer etwas mitbekommt.

Für den Fall, dass man euch doch ertappt, heißt es rennen, bis die Luft rein ist. Lasst euch eine Weile nicht mehr in der Nähe eures Objektes der Begierde sehen und alles wird gut.

Tipps und Tricks zum Knacken von Schlössern

1. Bei Nacht sind nicht nur alle Katzen grau, sondern auch Einbrecher schwieriger zu sehen, was dafür sorgt, dass die Wahrscheinlichkeit, dass eine Wache Alarm schlägt oder angreift, geringer ist. Haltet ihr euch im Inneren von Gebäuden auf, könnt ihr auch tagsüber erfolgreich sein, wenn ihr alle Türen zu eurem Raum schließt und so vermeidet, dass ihr gesehen werdet, und natürlich leise seid. Allerdings gehen die Menschen von Kingdom Come tagsüber auch normal ihrem Tagwerk nach, weshalb es auch passieren kann, dass jemand unerwartet den Raum betritt.

2. Wartet immer, bis Bewohner eines Hauses oder Besitzer einer wertvollen Truhe sich entfernen oder schlafen legen, bevor ihr sorgfältig – und leise – das Schloss öffnet.

3. PC-Spieler können dem überempfindlichen Maus-Cursor entgegenwirken, indem sie die DPI-Zahl ihrer Maus runterregeln. Bei Mäusen mit sogenannter DPI-Bremse – oder allgemein einem programmierbaren Nager funktioniert das am besten. So drosselt ihr die Cursor-Empfindlichkeit vorübergehend, ohne ständig in den Optionen herumzufuhrwerken. 600 DPI waren nach unserem Dafürhalten der Sweet-Spot.

4. Beim Schlösser knacken, um sich etwas anzueignen, treffen dieselben Regeln zu wie beim Taschendiebstahl.

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