Nach fast einem Monat bleibt die Eugen-Systems-Belegschaft im Streik

Die Spannungen zwischen einem Großteil der Eugen-Systems-Belegschaft (Steel Division, Wargame) und der Firmenleitung reißen nicht ab. Der im vergangenen Monat bekannt gewordene Streik zeigt keinerlei Anzeichen für ein baldiges Ende. In einer längeren Stellungnahme (diesmal aus dem Französischen übersetzt) gehen die aufständischen Entwickler auf ihre Beschwerden gegenüber der Firma ein, darunter die Tatsache, dass das Management erst nach zwei Wochen zum Gespräch mit ihnen bereit war.

Es dauerte zwei Wochen nach Streikbeginn am 14. Februar, bevor Eugens Firmenleitung überhaupt in Erwägung zog, mit den streikenden Angestellten in den Dialog zu treten, obwohl sich das Meeting im Tagesgeschäft noch eine ganze Woche hinauszögerte. Und selbst dort stritt die Firma viele der Probleme ab, die ungefähr die Hälfte der Belegschaft in den Protest trieb. Lediglich die unbezahlten Gehälter gestand man ein. Bisher sind keine der verspäteten Löhne bezahlt worden, nachdem man die Beschäftigten zu einer erneuten Abrechnung ihrer Arbeit aufforderte.

Schlimmer noch: Die Eugen-Betriebsleitung weigerte sich, ein Datum für weitere Meetings anzusetzen. Ich mag kein großer Geschäftsmann sein, aber man muss sich schon fragen, ob Abschottung vor der Hälfte eines höchst erfahrenen Teams der beste Weg in dieser Lage ist. Sollten die Mitarbeiter in die Firma zurückkehren, werden sie nicht den eifrigsten Haufen abgeben. Und wenn sie das Unternehmen verlassen, hat Eugen 50 Prozent seiner Leute verloren.

Den Entwicklern zufolge versuchte das Eugen-Management obendrein, die Schuld für die schlechte Presse auf seine Belegschaft zu schieben, darunter das Verbreiten von Lügen. Die Studioleitung bleibt schweigsam darüber, was in den Berichten konkret falsch dargestellt wurde.

An diesem Punkt ist es wenig überraschend, dass die streikenden Mitarbeiter eine Crowdfunding-Seite aufgesetzt haben, damit sie weiterhin ein Dach über dem Kopf haben können. Wir halten ein Auge auf die Geschichte und hoffen für alle Betroffenen, dass sich die Lage schnell klärt und jeder wieder für seine Arbeit bezahlt wird.

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