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Nach über fünf Jahren erscheint das Mäuse-RPG Ghost of a Tale

Ghost of a Tale Release

Der bislang letzte Eindruck von Ghost of a Tale liegt fast ein halbes Jahr zurück und selbst da war das “Maus-sucht-seine-große-Mauseliebe-und-schleicht-dabei“-RPG schon seit einer gefühlten Ewigkeit in der Entwicklung. Gute Nachrichten, falls ihr seitdem nägelknabbernd wartet und kein Geld für die im Sommer 2016 veröffentlichte Early-Access-Version zahlen wolltet. Entwickler SeithCG erklärt das Spiel nach mehr als fünf Jahren für fertiggestellt, und zwar so fertig, dass ihr es seit gestern kaufen könnt.

Die Animationen und 3D-Grafiken wirkten für ein Projekt dieser Größenordnung schon vorher beeindruckend und wertig gefertigt. Im Launch-Trailer ist das nicht anders. Ihr seht, wie der mäusische Hauptcharakter Tilo durch Gemäuer schleicht, Gegner in Gefängniszellen einsperrt, sie mit Fässern erschlägt und sich notdürftig gegen Spinnen wehrt. Ghost of a Tale ist eigentlich kein Kampfspiel, wisst ihr?

“Burg Dieruin ist ein gefährlicher Ort für eine kleine Maus und Tilo ist alles andere als ein Krieger. Wenn du tödlichen Gegnern, die auch noch doppelt so groß sind, entgegenblickst, sind List und Gewandtheit deine einzigen Verbündeten“, versprechen die Entwickler. “Sprich mit den Bewohnern von Burg Dieruin, mache deine Feinde zu Freunden, und drehe auf deiner Mission, Merra zu finden, jeden Stein um.“

Das Schleichen und Austricksen von Gegnern mithilfe der Umgebungen ist viel mehr der Rhythmus, nach dem dieses Spiel tickt. Und wenn es ernst wird, kann sich Tilo immer noch mit Feuerbomben behelfen. Auffällig sind auch die wunderbaren Oberflächenstrukturen an den Kerkerwänden und das warm einfallende Licht beim Wechsel zwischen Innen- und Außenabschnitten.

Die Prämisse in einem Absatz:

“Ausgerüstet mit Mäusetalenten wie Heimlichkeit, Beweglichkeit und Tarnung – sowie dem Gespür eines Barden für Musik – erkundest du die verfallene Burg von ihren ausgedehnten Wäldern und Ufern bis hin zu den spinnenverseuchten Katakomben, umgehst dabei allerlei Gefahren und deckst ihre uralten Geheimnisse auf.“

Im Wesentlichen also Schleichen und ein bisschen Kämpfen, aber viel Respekt gegenüber den Feinden. Die bislang knapp 600 eingegangenen Steam-Reviews (Early-Access mit inbegriffen) sind “äußerst positiv“, um nicht zu sagen: angetan bis begeistert. Die Leute schwärmen von einer beherzt gestalteten Welt voller Detailliebe, herrlichen Locations und tollen Charakteren. “Man spürt fast den Wind im Haar, wenn man oben auf der Burg steht“, schreibt ein User.

Klingt also nach einem Spiel, das zumindest eines eurer aufmerksamen Augen verdient hat. Interessanterweise spielt die Maus als Eingabegerät nur die zweite Geige (höhö). Die Entwickler emfehlen “ein Gamepad für die bestmögliche Erfahrung“. Ihr bekommt Ghost of a Tale für 23 Euro bei GOG und Steam.

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Sebastian Thor

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