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For Honor: Starter Edition ist deutlich günstiger, erfordert aber mehr Grind für Freischaltungen

Ohne um den heißen Brei herumzureden, legte die mittelalterliche Multiplayer-Keilerei For Honor im vergangenen Jahr einen überstürzten Start hin. Erst jetzt sind die technischen Macken ausgebügelt und dedizierte Mehrspieler-Server stehen zur Verfügung. Alles in allem wichtige Verbesserungen, aber für viele kommen sie zu spät.

Ubisoft ist jedoch kein Unternehmen, das so einfach aufgibt, und möchte dem kämpferischen Treiben mit einer preisreduzierten Starter-Edition neuen Schwung verleihen. Diese liefert Zugang zu sämtlichen Spielmodi, allerdings in Verbindung mit wesentlich erhöhtem Grind, falls ihr alle zusätzlichen Charaktere freischalten möchtet.

Bei dem Angebot bin ich etwas zwiegespalten. Für jemanden mit einem eher beiläufigen Interesse am Spiel (und zu wenig Zeit, sich wirklich in ein Multiplayer-Spiel einzufuchsen) klingt das sonderbar verlockend. Mit 15 Euro ist die Edition deutlich günstiger als die normale Ausgabe und liefert kompletten Zugang zu allen Modi (Singleplayer, kompetitiver Multiplayer und all das), jedoch mit einem bedeutenden Kompromiss: Viele Charakterfreischaltungen erfordern den 16-fachen Grind.

Einer nützlichen Vergleichsgrafik zufolge erhalten Spieler, die damit von Beginn an Geld sparen, anfangs nur Zugriff auf sechs von zwölf Charakteren. Änderungen am Loadout von dreien dieser sechs Figuren schlagen trotz allem mit 8000 Einheiten Stahl zu Buche (die Standardwährung in For Honor, Ubi schätzt den Gegenwert auf acht Euro oder acht bis 15 Spielstunden, um es zu erspielen). Sechs weitere Charaktere sind vor der Freischaltung gar nicht spielbar und jeder verschlingt 8000 Stahleinheiten.

Zum Vergleich: Sämtliche zwölf Charaktere sind von Beginn an in der normalen Fassung verfügbar und es kostet euch jeweils 500 Stahl, die Anpassungsoptionen für sie freizuschalten. Das System ist ähnlich wie das in der Starter-Edition von Rainbow Six Siege. Allerdings gab es hier das Problem, dass Spieler, die sich für die günstigere Version entschieden, nicht einfach die Preisdifferenz zahlen und auf das “komplette“ Spiel aufrüsten konnten. Stattdessen mussten sie entweder übermäßig viel grinden oder Echtgeld für eine spielinterne Währung auf den Tisch legen, wollten sie den Fortschritt etwas beschleunigen.

Obwohl ich den Reiz einer preisreduzierten Version erkenne und eine gewisse Versuchung eingestehen muss, es im Rahmen eines Sales zu kaufen, falls die Spielerzahl damit wieder in die Spur kommt, ist es ärgerlich, dass keine klare Möglichkeit zum einfachen Upgrade auf die “komplette“ Version besteht. Ubisoft holt sich seinen Anteil schon von den Spielern, auf die eine oder andere Art, wie es scheint.

For Honor: Starter Edition ist für 15 Euro bei Steam erhältlich. Die weniger mit Grind versetzte Version kostet nach wie vor 60 Euro.

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