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Vivendi stellt seine Ubisoft-Übernahmeversuche ein

Seit gestern dürfen wir zumindest einen kleinen Seufzer der Erleichterung ausstoßen. Zum ersten Mal in einer gefühlten Ewigkeit scheiterten zwei ohnehin schon riesige Unternehmen bei einer Fusion, einem Schritt, der gewiss noch mehr menschliche Hoffnungen und Träume zwischen ihren miteinander kollidierenden Finanzkörpern zerschmettert hätte. Vivendi bemühte sich zunehmend um eine Übernahme Ubisofts und heute können wir erleichtert berichten, dass der Konzern nach Jahren schrittweise angehäufter Anteile offiziell das Handtuch geworfen hat.

Vivendi bereitet sich auf den Verkauf aller Aktien vor, die man sich im Rahmen eines Übernahmeversuchs von Ubisoft sicherte, jede mit einem ungefähren Wert in Höhe von 66 Euro. Unterm Strich sind das mehr als 27 Prozent von Ubisofts Gesamtwert, was den für ein Übernahmeangebot erforderlichen 30 Prozent beunruhigend nahe kommt. Ubisoft selbst kauft einen Großteil zurück, während das private Holdingunternehmen der Guillemot-Brüder einen kleineren Anteil erwirbt.

Der chinesische Publisher Tencent schnappt sich eine dicke Scheibe der Ubi-Wertpapiere, was ihm eine deutliche Beteiligung am französischen Publisher einbringt, während der Restbestand an die Investmentfirma Ontario Teachers’ Pension Plan geht oder für Weiterverkäufe bereitgestellt wird. Dies markiert das Ende von Vivendis Bemühungen, eine Mehrheitsbeteiligung am französischen Publishing-Entwickler-Konglomerat zu erwerben, zumindest für die nächsten fünf Jahre und einer zwischen den Firmen geschlossenen Vereinbarung zufolge. Obwohl ich kein Fan von irgendeinem der beiden Unternehmen bin, lässt sich festhalten: je weniger Firmenzusammenschlüsse, desto besser.

Ubisoft folgt auf absehbare Zukunft weiterhin seinem Entwicklungsverlauf, auch wenn es heißt, dass die neue Partnerschaft mit Tencent “die Reichweite der Ubisoft-Franchises in China in den kommenden Jahren deutlich erhöht“. Gerissen, bedenkt man das explosive Wachstum des chinesischen Spielmarktes. Und egal, welche Probleme man in der Vergangenheit mit Ubi hatte – es ist zu bezweifeln, dass eine Übernahme vonseiten Vivendis irgendjemandem wirklich gutgetan hätte.

Fans großer Zahlen (der Deal beinhaltet Milliarden von Euro) können sich die offizielle Pressemitteilung hier anschauen. Es ist eine Erinnerung daran, dass selbst die absurdesten, mit übertriebenen Geldmitteln bewerkstelligten Projekte verblassen im Vergleich zu den Mengen, mit denen die obersten Etagen dieser Industrie hantieren.

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