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Swerys The Good Life startet den nächsten Crowdfunding-Versuch

Ein Grund, wieso ich nichts mit Wetten am Hut habe: Ich bin furchtbar im Voraussagen von Gewinnchancen. Als The Good Life das letzte Mal zu sehen war, hielt ich es für eine todsicheres Ding: eine einzigartige Prämisse vom schrulligen Projektleiter eines Kultspiels, dazu ein überzeugender, klobiger Grafikstil, ein solider (dachte ich jedenfalls) Video-Pitch und die wichtigste Sache für sofortigen Erfolg im Internet: Kätzchen. Tonnen kleiner flauschiger Freunde.

Als die Fig-Kampagne unterging, fühlte ich mich enttäuscht. Zum Glück lassen sich Suehiro “Swery65“ Hidetaka und sein Team nicht so schnell unterkriegen und wagen (wie angekündigt) einen Neuversuch zur Finanzierung von The Good Life – diesmal sogar mit Hunden.

Falls ihr die ersten Crowdfunding-Bemühungen verpasst habt, ist euch ein wundervolles Konzept durch die Lappen gegangen. The Good Life ist eine Mischung aus Lebenssimulation und Kriminal-Mystery-Adventure in einem idyllischen englischen Dorf. Ihr spielt Naomi, eine knietief in den Schulden steckende amerikanische Fotojournalistin, und müsst die Aufklärung des Verbrechens (anscheinend ein Ritualmord an einer jungen Frau) mit dem Verdienen eures Lebensunterhalts in Einklang bringen. Ach, und jeder Einwohner verwandelt sich nachts auf magische Weise in eine Katze (bzw. einen Hund in dieser neuen Version). Das ist hier ganz normal.

Außerdem stammt das Spiel vom Projektleiter von Deadly Premonition, was ein vor cleveren Ideen und punktgenauer Erzählweise sprudelndes Abenteuer ist (abgesehen vom technischen Zustand).

Diesmal zeichnet die Kampagne ein deutlich klareres Bild darüber, was The Good Life genau ist, zumal sie um weniger Geld bittet und erläutert, dass externe Investoren Interesse an dem Spiel zeigen. Ihre Beteilung am Projekt hängt davon ab, ob Swery und sein Team eine Grundfinanzierung auf die Beine zu stellen in der Lage sind. Um mehr Leute zum Spenden zu ermuntern, verwandeln sich die Einwohner bei Nacht nun in Katzen und Hunde (jeweils mit eigenen Fertigkeiten). Bei eurer ersten Verwandlung entscheidet ihr euch für eine Startform, auch wenn es so klingt, als könne man im Spielverlauf zwischen ihnen wechseln.

Sonderbarerweise betreiben sie die Kickstarter-Kampagne für das Spiel direkt aus Japan und verfolgen ein Finanzierungsziel von weniger als 50 Millionen Yen. Das mag nach einer Menge klingen, entspricht aber “gerade einmal“ knapp über 500.000 Euro – ein sehr kleines Budget für ein halbwegs ambitioniertes Spiel und vermutlich nur ein Tropfen auf dem heißen Stein im Vergleich damit, was sie bereits in das Projekt investiert haben. Zumal zwei japanische Studios involviert sind, plus ein relativ bekannter Projektleiter.

Auf der Kickstarter-Seite lest ihr noch viel mehr vom Spiel, darunter einen Abriss über den eigentlichen Spielfluss und animierte GIFs mit konkreten Szenen. Die einfache “Ihr bekommt das Spiel, sobald es fertig ist“-Option kostet 3000 Yen, was knapp 23 Euro entspricht. Auch wenn ich ein wenig traurig bin, dass das Projekt auf diese Weise entzaubert wird, ermöglicht es hoffentlich die Entwicklung. Und das ist alles, was man sich derzeit wünschen kann.

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