Der PC Building Simulator gibt praktische Nachhilfestunden beim PC-Aufrüsten

Der Besitz eines Gaming-PCs ist klasse. Es ist mit nichts zu vergleichen, aber das erste Mal das Gehäuse zu öffnen und den Arbeitsspeicher zu wechseln oder eine neue Grafikkarte zu installieren, das ist eine erschütternde Erfahrung mit potenziell furchtbarem und kostspieligem Ausgang. Der PC Building Simulator ist ein Stück Tech-Nerd-Edutainment-Software und mag auf den ersten Blick albern wirken, doch ich kann mir vorstellen, dass er einigen Leuten eine echte Hilfe ist. Zumindest wenn er es schafft, über seinen gestern erfolgten Steam-Early-Access-Launch hinauszuwachsen.

Über den PC Building Simulator haben wir schon seit einiger Zeit immer wieder gesprochen. Ein früher Prototyp steht nach wie vor kostenlos bei Itch zur Verfügung. Die gestern bei Steam erschienene Version ist die erste kommerziell ausgerichtete Ausgabe. Sie enthält offiziell lizenzierte Komponenten einer Vielzahl großer Hersteller und einen Karrieremodus, in dem ihr schrittweise euren Rechner aufrüstet.

Auch wenn zu bezweifeln ist, dass wir hiermit bis in die subtileren, nervenzerfetzenden Momente vordringen (etwa zu fest gezogene Schrauben im Inneren lösen oder mit den Fingern eine kaum sichtbare RAM-Verriegelung öffnen), deckt das Spiel eine Menge Grundlegendes ab und entzaubert einiges vom Aufrüstprozess. Es hilft, dass geräumige Gehäuse mit minimaler Verkabelung zum Einsatz kommen, wobei Letzteres etwas weniger realistisch ist als Ersteres.

Die Entwickler verfolgen ausgiebige Langzeitpläne. Eine Roadmap erklärt die Schlüsselfunktionen, die sie bis zum Ende des Early-Access-Aufenthalts implementieren möchten. Ihre fortgeschrittenen Tricks umfassen zum Beispiel die Installation von Dual-GPU-Grafikkarten (weniger gebräuchlich heutzutage, zugegeben), Möglichkeiten zur eigenen Kabelführung, Übertakten und die Inbetriebnahme von Wasserkühlsystemen.

Sie schätzen, dass sie all diese Features und mehr in zwei bis drei Monaten vom Zettel haben, jedenfalls wenn man ihrem Early-Access-Plan bei Steam glauben mag. Die derzeitige Version des Spiels steht dort ebenfalls zur Verfügung und kostet 18 Euro. Den erwähnten Prototypen bekommt ihr nach wie vor bei Itch.

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