In Pig Eat Ball spielt ihr ein Schwein, das Tennisbälle zum Rätsellösen futtern (und auskotzen) muss

Pig Eat Ball ist ein Spiel über ein Schwein. Eine magische, fliegende und liebend gern Tennisbälle futternde Schweineprinzessin. Dadurch wird sie runder und passt nicht mehr durch schmale Löcher, was sie zum Hochwürgen der Bälle zwingt, zum Verkleinern und erneuten Verschlingen. Pig Eat Ball ist wirklich sonderbar, was keine Überraschung ist, da es dem Geiste von Nathan Fouts entsprang, auch bekannt als One-Man-Studio Mommy’s Best Games und verantwortlich für das fiebertraumartige Serious Sam: Double D.

Die Veröffentlichungen von Mommy’s Best Games sind nie weniger als fantasievoll. Während ihre Spiele andere Genres ansteuern (etwa Serious Sam: Double B als Plattform-Shooter wie Abuse), schlummert immer ein Twist unter ihrer eigentümlichen Oberfläche. Im Fall von Double D war es beispielsweise die Möglichkeit, fast das komplette Waffenarsenal aufeinander zu stapeln und mit einem Tastendruck abzufeuern. In Pig Eat Ball sind es stets neu angeordnete Puzzle-Labyrinthe und Actionherausforderungen auf Grundlage des Verschlingens und Erbrechens von Tennisbällen.

Es funktioniert auch sehr gut, vermute ich jedenfalls. Das Spiel ist seit Jahren in der Entwicklung und anlässlich der zu 66 Prozent abgeschlossenen Fig-Kampagne hat Mommy’s Best Games eine spielbare Demo veröffentlicht. Achtzehn von über 200 geplanten Leveln aus der finalen Version geben euch einen guten Vorgeschmack, wie das hier alles abläuft. Ein analoges Gamepad (idealerweise XInput-basiert) wird empfohlen, wenngleich ihr ebenso mit Maus und Tastatur spielen könnt.

Aus dem einfachen Konzept des Essens, Ausspeiens und erneuten Verschlingens entsteht eine Menge Tiefe. Gerade erst hochgewürgte Bälle sind klebrig, grün und widerlich, und obwohl man sie sofort ein zweites Mal verspeisen kann, sind sie eine harte Prüfung für den Magen. Verputzt ihr zu viele grüne Bälle hintereinander, gerät der Schweinemagen in Aufruhr und startet einen dreisekündigen Countdown, bevor ihr automatisch eure Innereien quer über den Level kotzt. Ihr habt ein wenig mehr Zeit, wenn ihr auch anderes Zeug esst, doch das zögert nur das Unvermeidliche hinaus. Damit habt ihr wenigstens ein paar strategische Optionen.

Es ergibt alles Sinn, wenn ihr es spielt. Irgendwie. Die sprechenden Muscheln sind dennoch ein bisschen eigenartig, muss ich zugeben. Das Spiel verfügt obendrein über einen kompetitiven Party-Modus, falls ihr ein paar Freunde einladen wollt und Extra-Controller zur Hand habt. Die Demo findet ihr bei Itch.io. Gefällt euch, was ihr darin tut, könnt ihr auch der Fig-Kampagne einen Besuch abstatten. Sie läuft noch weniger als eine Woche.

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