Der Streik der Eugen-Systems-Angestellten ist vorüber, aber sie kämpfen weiter

Die Angestellten von Eugen Systems, dem französischen Studio hinter den Strategiespielen R.U.S.E. und Steel Division: Normandy 44, haben ihren sieben Wochen andauernden Streik beendet. Nach mehr als einem Jahr voller Streitigkeiten mit dem Management, unter anderem wegen unbezahlter Löhne und ignorierter Vertragsbedingungen, ging die Hälfte der Belegschaft im Februar in einen Streik über. Die Verhandlungen kamen allerdings zum Stillstand und die Streikenden sind nicht der Auffassung, dass es viel bringt, wenn sie weitermachen. Also beenden sie ihre Bemühungen und tragen den Sachverhalt einem Arbeitsgericht vor.

“Wir glauben nicht, dass wir mit diesem Streik vorankommen, obwohl unsere Beschwerden nur die Anpassung an bestehendes Arbeitsrecht und Arbeitsverträge betreffen“, heißt es in einer Stellungnahme aus dieser Woche.

“Daher haben wir den Streik am Dienstag, 3. April, gestoppt. Damit endet jedoch nicht unsere Entschlossenheit: Der Streik mag vorüber sein, aber der Kampf ist es nicht. Wir setzen den Kampf mit den uns verfügbaren Rechtsmitteln fort. Folglich haben etwa fünfzehn Eugen-Systems-Angestellte und ehemalige Angestellte das französische Arbeitsgericht konsultiert. Vergessen wir nicht, dass dieser Schritt zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen von 24 der insgesamt 44 im Unternehmen beschäftigten Mitarbeiter geschultert wurde.“

Eugen-Entwickler brachten diverse Anschuldigungen vor, darunter die Nichtbezahlung von Krankenbeiträgen, nicht bezahlte Überstunden und das Ignorieren von Vertragsbedingungen, die für einige letztlich zur Degradierung und Gehaltskürzung führten. Nach 15 Monaten vergeblicher Diskussionen mit der Firmenleitung ging ein Teil der Belegschaft in den Streik über – woraufhin das Management zwei Wochen lang nicht einmal direkt mit ihnen sprach, sagen sie.

Die Streikenden danken den Leuten für ihre Unterstützung – persönlicher, politischer und finanzieller Natur – während dieser Zeit. Sie sammeln weiterhin Spenden für den Streik, die sie unter sich aufteilen, aber damit ist auch bald Schluss.

“Wir möchten, dass diese Branche reift und den Wert unserer Arbeit sowie unserer Fähigkeiten anerkennt“, schlussfolgern sie. “Und wir werden weitermachen, ungeachtet der Einschüchterungsversuche.“

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