Legendary Journeys ist ein First-Person-Party-RPG im Frühzweitausender-Stil

Blobba

Wizardry 8 liegt schon ein paar Tage zurück, um nicht zu sagen 17 Jahre, aber das macht nichts. Auch heute noch findet man die Frühzweitausender-Ästhetik eines Party-Rollenspiels mit frei erkundbarer (und klobiger) 3D-Welt, wenn man es darauf anlegt. Legendary Journeys: The Eye of Baal ist ein neuer Blobber, was ein cool klingendes Wort für ein First-Person-Party-RPG à la Might and Magic oder Wizardry ist, in denen die Heldentruppe wie eine einheitliche Entität agiert. Man sieht sie nie selbst, nur die geschwungenen Waffen oder Arme einer nicht erfassbaren Masse, quasi ein Blob. Legendary Journeys ist so ein Spiel.

Eines mit einfacher Prämisse noch dazu. Ihr erstellt eine Gruppe aus vier Charakteren (oder nehmt eine vorgefertigte) und durchkämmt das Reich von Farmoor nach vier Artefakten. Wieso? Weil sie zusammen das Auge des Baal ergeben und den Sohn eines alten Mannes aus seiner magisch versiegelten Höhle befreien. Fantastisch! Ziehen wir erst mal los und schauen, was sich so ergibt.

Das einzige Video, das ich auftreiben konnte, stammt aus einer älteren Pre-Alpha-Version, aber Entwickler Kevin French arbeitet bereits an einem neuen. Trotzdem kann man einige Minuten Erkundung, Kampf, Geheimgänge, Verliese, Weltinteraktion und vieles mehr sehen.

Anders als in rasterbasierten Dungeon-Crawlern erkundet ihr die Welt mit stufenlos in alle Richtungen erfolgenden Bewegungen, ähnlich wie in Might and Magic 6 und den Folgeteilen. Der Kampf gegen Fledermäuse, Kobolde, Ratten oder Skelette läuft rundenweise ab, wobei jedes der vier Party-Mitglieder seine Fertigkeiten einbringt. Ziemlich gesetztes, wenig überrschendes Fantasy-Gedöns, aber gut, das ist ja nicht weiter wild.

Ab etwa Minute fünf im Video sieht man einen Teil der großen Oberwelt bei Tag, oder vielleicht täuscht das auch nur im ersten Moment, wenn man aus einem engen Dungeon nach draußen schlüpft. Erwartet keine prächtigen Ausblicke, sondern eine Erscheinung aus den frühen Zweitausendern. Obwohl der Look auf seine eigene reduzierte Art stimmig ist, wirkt vieles mit Blick auf heutige Gewohnheiten kantig und verwaschen.

Als Features gibt der Entwickler auf der offiziellen Seite folgende an:

  • Blobber mit freier Bewegung – nicht rasterbasiert
  • Rundenbasierter Kampf
  • Erkundet eine große Welt mit vielen Dungeons zum Plündern
  • Jede Menge Nebenquests für jene, die so etwas mögen
  • Die Hauptquest kann abgeschlossen werden, wie es euch gerade passt
  • Fertigt Waffen, Tränke und Rüstungen
  • Verzaubert Waffen und Rüstungen

Das Crafting unterteilt sich in Schmieden, Schneiderhandwerk, Alchemie und Verzauberung. Jeder Charakter kann sich diese Skills aneignen.

Klingt das für euch nach einer unterhaltsamen Angelegenheit, könnt ihr voraussichtlich bereits in diesem Jahr erste Schritte unternehmen. Der Entwickler plant, Legendary Journeys im Sommer in den Early-Access zu schubsen, irgendwann zwischen Juni und August. Rechnen wir mit September. Als Preis sieht er fünf Dollar vor, möchte aber auch Alpha-Demos für Leute bereitstellen, die Early-Access hassen. Gut so. Bis dahin gibt es weitere Bilder, Informationen und Lore-Beschreibungen zu den Klassen und der Spielwelt, wenn ihr die offizielle Seite besucht.

Oder ihr haltet ein Auge auf die unzähligen anderen, mit Dungeon-Crawling, Heldenparty und Geheimwänden versetzten RPGs da draußen – von denen einige bereits erhältlich sind.

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