Wie sich die PvE-/PvP-Sandbox Escape from Tarkov mit dem nächsten Update verändert

Obwohl Hardcore-Mehrspieler-Shooter normalerweise nicht mein Ding sind, erwische ich mich einmal pro Woche in der Vorbesteller-Beta von Escape from Tarkov. Das ist eine von STALKER inspirierte PvP-/PvE-Sandbox (abzüglich der übernatürlichen Teile), in der Söldnerteams auf der Suche nach Ressourcen durch eine verlassene Stadt ziehen, während sie gegen NPC-Gruppen und gegeneinander kämpfen. Am auffälligsten für mich ist, wie ungemein brutal sich das Waffengefühl zeigt. Und das im Trailer vorgestellte Update v0.8 scheint es auf ein neues Level zu heben.

Entwickler Battlestate Games war so nett, mir vor einiger Zeit einen Spielzugang zu verschaffen. Nachdem ich mich kurz davor innig mit STALKERs Modding-Szene auseinandersetzte, konnte ich Vergleiche zwischen Tarkov und den simulationslastigeren Mods wie MISERY ziehen. Während die Vollversion einen PvE-basierten Story-Modus auslobt, in dem ihr die titelgebende Stadt nach einem Ausweg durchkämmt, ist die derzeitige Beta eine reine PvP-Sandbox des Mordens und Lootens – was sie für Streamer und Spielergruppen interessant macht, weniger für Solo- und Gelegenheitsspieler.

Der Kampf läuft ähnlich ab wie in STALKER, allerdings mit einem deutlich authentischeren Schadensmodell. Beharkt jemand eure Beine mit einer Maschinenpistole, müsst ihr die Verletzungen behandeln und die gebrochenen Knochen versorgen, falls ihr nicht bäuchlings nach Hause kriechen wollt. Das bedeutet auch, dass niemand unverletzbar ist, egal, wie teuer die getragene Ausrüstung ist. Und hier der große Twist: Sterbt ihr in Tarkov, liegt euer komplettes Inventar zum Einsammeln bereit, bis auf einen kleinen, speziellen Behälter.

Die beste Möglichkeit, aus diesem “Wie gewonnen, so zerronnen“-System Kapital zu schlagen, ist das Spawnen inmitten eines Kampfes als einer der herumwandernden NPC-Plünderer. Ihr habt nicht mehr als eine Pumpgun, aber die genügt vollauf, wenn ihr euch an Gegner heranschleicht. Ihr müsst lediglich den Körper filzen und ihn aus der Kampfzone befördern, damit ihr die unrechtmäßig erworbenen Sachen verstauen könnt, entweder zur späteren Nutzung oder zum Eintauschen gegen besser mit eurem Spielstil harmonierende Ausrüstung.

Das nächste Update, zu sehen im Trailer oberhalb, erscheint bald auf den Servern mitsamt der städtischen “Interchange“-Map, die aussieht wie ein komplexes Gewirr aus potenziell tödlichen Umgebungen (darunter eine Ikea-Filiale). Außerdem steht gute Beute auf der Map in Aussicht. Eine Menge neuer Waffen erscheinen ebenfalls mit dem Update, dazu mehrere Arten der Ausrüstungsanpassung (hat eure Waffe eine taktische Schiene, lassen sich vermutlich 20 verschiedene Dinge anbringen) und spannende Ausrüstung. Zum Beispiel superschwere Helme, die direkten Kopftreffern standhalten, falls euch die dabei im Sichtfeld entstehenden Risse nichts ausmachen.

Wer Zugang zur Beta möchte, kann Escape from Tarkov auf der offiziellen Seite für 35 Euro vorbestellen, auch wenn ich derzeit davon abraten würde, solange ihr keine tüchtige Gruppe habt. Trotzdem, selbst in diesem frühen Zustand ist das Spiel eine merkwürdig fesselnde Erfahrung.

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