Rainbow Six Siege v1.2 überarbeitet vor allem leichte Maschinengewehre

Ubisoft Montreals erklärtes Ziel, den zunehmend beliebten Shooter Rainbow Six Siege an E-Sports-Standards anzugleichen, ist alles andere als beneidenswert. In Counter-Strike kann schon eine einzige Anpassung das Spielgefüge in Schräglage bringen, und das ist kein klassenbasiertes, mehrphasiges Spiel wie Siege. Dennoch, die letzten paar Aktualisierungen stimmten zuversichtlich und umschifften größeren Aufruhr in der Community, also machen sie zweifellos etwas richtig. Kürzlich erschien Patch 1.2, der sich hauptsächlich um die Anpassung leichter Maschinengewehre dreht.

Mehr Dakka steht in diesem Update an der Tagesordnung. Während Tachankas stationäres Geschütz wie früher seinen Dienst zu verrichten scheint, sind die Waffen diverser anderer Operatoren merklich gebufft worden. In den Patch-Notes findet ihr Diagramme mitsamt der Erklärung, wie genau die leichten Maschinengewehre ausbalanciert wurden. Zusammenfassend: höhere Durchschlagskraft aus nächster Nähe für die meisten Modelle, außer im Fall des 6P41 – das muss mit einer Abschwächung leben.

Jenseits der Waffen erfolgten Justierungen an den Fertigkeiten und dem Loadout von sechs Operatoren. Lions Scanner traf es besonders schwer: Er erkennt die feindlichen Umrisse nur, während sich die Spieler bewegen. Die Scan-Ladungen wurden von drei auf zwei reduziert und der Cooldown-Timer ist mit 20 Sekunden ab sofort doppelt so lang. Das ist hart. Mein Beileid an alle Lion-Hauptspieler.

In dem Update stecken auch ein paar Bugfixes und Änderungen an den Karten. In Sachen Bugs ging es einem Exploit beim Schießen aus der Hüfte an den Kragen (das ich leider nicht kenne). In den Leveln wurden kleinere Exploits und Schlupflöcher geschlossen, etwa die Möglichkeit, den Entschärfer an sehr sonderbaren Orten zu platzieren. Ein Bug, den ich gern miterlebt hätte, betrifft die Map Kafe Dostoyevsky. Er machte die Charaktermodelle zweidimensional, wenn sie bäuchlings neben einer bestimmten Treppe lagen.

“Warum bufft/nerft ihr meinen Lieblingscharakter, ihr Monster?“, kann man die Leute fragen hören. Nun, die Entwickler rechneten mit Redebedarf und waren so zuvorkommend, hier die Herleitung für jede Änderung aufzuführen. Ich würde es gern erleben, wenn solche entwicklerseitigen Anmerkungen zum Standard in kompetitiven Titeln würden. Die Spieler verstehen so den Grund, wieso ihre Lieblingswaffe heute nicht den gewohnten Schaden austeilt. Und wenn schon sonst nichts, dann erspart es uns wenigstens ein paar hitzige Frage-Antwort-Runden.

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