Im Sci-Fi-Racer Trailblazers trifft Wipeout auf Splatoon

Im Allgemeinen habe ich für Motorsport nicht allzu viel übrig, aber tackert einen voll aufgedrehten Motor und ein paar todschicke Sci-Fi-Spielereien an ein Rennauto und ich bin dabei. Von daher überrascht es kaum, dass ich Trailblazers des in Guildford ansässigen Studios Supergonk in die Finger bekommen möchte, einen teambasierten Hovercar-Racer mit einigen cleveren Ideen, selbst wenn es Nachrüstungen aus anderen Spielen und Genres sind. Es erscheint in der kommenden Woche.

Was sofort an Trailblazers auffällt, das ist der retro-futuristische Stil. Auf halbem Weg zwischen Jetsons und Futurama öffnet es eine alberne Sci-Fi-Welt voller Strahlenkanonen, klobiger Hover-Musclecars und Astronautenhelme vom Format Goldfischglas. Es ist auf Anhieb hübsch anzuschauen, zumal die Umgebungen von üppiger Farbpracht sind. Womit sich das Spiel jedoch vom Rest abhebt, ist seine Spielmechanik: Ihr färbt die Strecke in Zusammenarbeit mit eurem Team ein.

Die Strecke selbst ist eine Anordnung von LCD-Panel-Reihen, bestehend aus Tausenden kleiner Zellen. Wer immer das Team anführt (es ist ein 3-gegen-3-Spiel), kann beim Fahren die Farbe der Panels ändern – solange genug Energie im Tank steckt. Bewegen sich eure Teamkollegen über die entsprechende Farbe, erhöht sich ihre Geschwindigkeit zunehmend, je länger sie eine Kombo im eigenen Farbton aufrechterhalten können.

Das bringt sofort ein paar Strategien auf den Plan. Nehmt ihr eine etwas langsamere Ideallinie, um eine durchgängige Farbkette zu erzeugen, während ihr die gegnerischen Markierungen zu unterbrechen versucht? Es scheint besser strukturiert und verständlicher als die meisten Kart-Racer oder die Wipeout-Serie und könnte zu einigen aufregenden Runden führen. Wenn mich Splatoon eines gelehrt hat, dann dass alles in genau dem Moment umschwingen kann, in dem die Teams ihre Ausrüstung wechseln und eine neue Taktik ausprobieren.

Die einzigen echten Bedenken betreffen die Singleplayer-Qualität und ihre Abhängigkeit davon, wie gut die KI als Gruppe zusammenarbeitet. Das könnte sich als frustrierend herausstellen, wenn nicht wenigstens eine Möglichkeit besteht, verbündeten Fahrern Anweisungen zu erteilen. Außerdem könnte es passieren, dass der Multiplayer-Modus nicht die kritische Spielermasse zum Fortbestehen erreicht. Hoffentlich habe ich in beider Hinsicht unrecht. Das Spiel hat eine Menge Potenzial, eine liebenswürdige Ästhetik und einen frischen Ansatz, mit dem bislang nicht zu viele Leute experimentiert haben.

Trailblazers erscheint am kommenden Dienstag, 8. Mai. Bis dahin steht bei Steam die Wunschliste bereit und hier die offizielle Seite mit weiteren Informationen.

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