Tales of Maj’Eyals Forbidden-Cult-DLC dreht sich um Tentakel, körperlichen Verfall und riesige Würmer

Veränderung stellte sich für das langlebige, inzwischen als Tales of Maj’Eyal (aka TOME) bekannte Roguelike als gute Sache heraus. Einst gestartet als bloßes Mittelerde-Tribut, hat es sich mittlerweile bis zur Unkenntlichkeit verdreht und gekrümmt. Die neue kostenpflichtige Erweiterung führt das ins Extreme. In Forbidden Cults – erhältlich ab dem 16. Mai – könnt ihr eure Körper mutieren, euch Tentakel von Gott-weiß-woher wachsen lassen, die Entropie zunutze machen und alle möglichen Arten verbotener Texte lesen. Tzeentch wäre stolz.

Während man bei der Verschmelzung von Eldritch-artigem Gekritzel, tentakelbestückten Menschen und Wahnsinn als Ressource für Zaubersprüche an Lovecraft denken könnte, liegt die Inspiration für mich näher bei Warhammer. Besonders hinsichtlich der Verehrer Tzeentchs, Chaosgott des verbotenen Wissens. Und das ergibt definitiv einen dunkleren, unheimlicheren Ansatz als die üblichen Erzählungen von Elfenmagie und mutigen Halblingen.

Ich habe eine Preview-Version von Forbidden Cults gespielt und auch wenn ich noch nicht ansatzweise weit genug vordringen konnte, ist die Eröffnung spannend. Euer mit Tentakelarmen bewehrter Kultist befindet sich auf einer Mission zur Rettung des unterirdischen Zufluchtsortes, indem er sich in einen riesigen Wurm teleportiert, durch dessen Körper kämpft und das Gehirn zerstört. All das, während er unter stetigen Angriffen eines psionischen Nervensystems, lebender Verteidigungen und der Magensäure steht. Oder ihr entscheidet euch dafür, das Weite zu suchen und den Wurm sein Ding machen zu lassen, wenn ihr möchtet.

Der Rest der Erweiterung verspricht viele spaßige Inhalte für Leute, die mit ihrem inneren Tentakelhorror abklatschen möchten. Es gibt eine Menge unterirdischer Areale zu erkunden und noch mehr Lore zu entdecken, außerdem zwei neue Klassen am jeweils entgegengesetzten Endspektrum dieser chaotischen neuen Magie: “The Writhing One“ beginnt mit einem gesunden Tentakel-Peitschenarm und mutiert mit jedem Level ein wenig stärker. Der “Cultist of Entropy“ lässt derlei schreckliche Energien lieber nach außen ab, indem er Gegner zersetzt und verdirbt.

Weiterhin enthalten sind zwei neue spielbare Rassen. Die Drem sind eine korrumpierte Unterspezies der Zwerge, die unaussprechliche fleischliche Schrecken beschwören und sich unter Druck in eine Art Mordrausch versetzen. Die Krog sind mutantenartige Super-Oger und damit stark genug, ihre beiden Hände mit so gut wie allem als Waffe zu bestücken. Nicht sehr subtil, aber manchmal möchte man einfach auf die Dinge einschlagen, bis sie sterben – und in dieser Erweiterung lauern viele Schrecklichkeiten, die ihr verprügeln wollt.

Die Grundversion von Tales of Maj’Eyal ist kostenlos, wenn ihr sie direkt bei den Entwicklern herunterladet, wo ihr auch die Add-ons bekommt. Wollt ihr es lieber bei Steam haben, könnt ihr das Hauptspiel an sich kaufen oder ein Bundle mit den beiden vorherigen Erweiterungen. Forbidden Cults erscheint am 16. Mai zum Preis von sieben Euro.

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