In Machia Villain seid ihr ein böser Bauherr und lockt Opfer in die Falle

Bedenkt man die universelle Anziehungskraft eines Daseins als böser Overlord, überrascht es, dass so wenige Spiele das Konzept ausloten. Wild Factors Management-Sim Machia Villain mag euch nicht mit der Weltherrschaft in Versuchung führen, aber vielleicht ist das durchtriebene mittlere Management ohnehin ein sichererer Karriereweg. Zumindest besser, als ein Handlanger zu sein. Passend zum Release-Datum am 16. Mai ist auch ein neuer Trailer erschienen.

Während ihr den gewinnorientierten Betrieb des Anwesens im Sinn habt, folgt das Spiel dem ungeschriebenen Handbuch, nach dem sich Eigentümer verruchter Verstecke verhalten. Horrorprotagonistenklischees (Sportler, Nerd, das letzte Mädel etc.) wandern in euren handgefertigten Unterschlupf und wiegen sich in einem falschen Sicherheitsgefühl, bis ins Mark verängstigt und schließlich von hungrigen Lakaien/Angestellten verschlungen. Je vorschriftsmäßiger ihr spielt, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass Monsterjäger anrücken und an eure Tür klopfen.

Das sieht nach einer spaßigen Zeit aus und die schurkenhaften Regeln und Vorschriften tun einiges, euch vom Errichten übermäßig optimierter Bauten abzuhalten. Und wenn schon sonst nichts, sollten sie wenigstens die Entwicklung beherrschender Strategien etwas verzögern. Außerdem liefert das Dasein als unverhohlener Bösewicht ein wenig mehr Spielraum, in die Rolle hineinzufinden, im Gegensatz zum moralisch zwiespältigen, unsichtbaren Overlord wie in Dwarf Fortress oder Rim World.

Das Projekt köchelt schon eine Weile vor sich hin. Machia Villain startete im Jahr 2012 als Dev-Jam-Spiel namens The Villain’s Rules. Das war ein deutlich simplerer Single-Screen-Ansatz, wenn auch mit ähnlichem Grafikstil und dem Augenmerk, sich an gängige Monsterfilmregeln zu halten. Es ist interessant zu sehen, wie viel die Entwickler dem Spiel auf dieser Grundlage hinzufügen konnten – in zwei Wochen haben wir die Gelegenheit dazu.

Machia Villain erscheint am 16. Mai und kostet 20 Dollar (bislang keine Angabe in Euro). Bis dahin habt ihr wie immer neues Futter für eure Steam-Wunschliste.

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