Unser erster Einblick in die Luftkämpfe von Beyond Good and Evil 2

Trotz all des vorauseilenden Glanzes und eines umwerfenden CGI-Teaser-Trailers ist Beyond Good and Evil 2 – Michel Ancels Open-World-Prequel zum 2003 erschienenen Vorgänger – immer noch weitgehend geheimnisumwittert. Wir hatten einen frühen Einblick in die Engine und Konzeptgrafiken, aber nichts mit einem klaren Bezug zur Spielmechanik, jedenfalls bis jetzt. Es ist ganz offensichtlich Pre-Alpha-Material, verschafft uns jedoch einen kurzen und verlockenden Überblick, was die Rolle eines Himmelspiraten in diesem eigentümlichen, von französischen/belgischen Comics inspirierten Universum bedeuten kann.

Mäßigt eure Erwartungen an das Video unterhalb. Obwohl es ein paar kleine Schnipsel aus dem Spielgeschehen enthält, sind es größtenteils die Entwickler, die über ihre Vision sprechen. Zu diesem frühen Zeitpunkt könnte sich noch alles ändern, besonders wenn man den flexiblen Entwicklungsstil bedenkt, den Ubisoft Montpellier mehrfach in diesem Zusammenhang erwähnte.

Jetpacks, Raumschiffe, mit Doppelklingen bestückte Stäbe und piratenhaftes Anbordgehen, plus ein paar nette Hinter-den-Kulissen-Mocap-Clips. Das Fliegen könnte eine spannende Angelegenheit werden: ein kleines Landungsschiff über ein feindliches Luftschiff steuern, rausspringen und sich den Weg prügelnd unter Deck bahnen, bevor man sich aus dem Staub macht, mit welcher Beute auch immer. Wie in Sea of Thieves, nur im Weltraum und mit Jetpacks, und kein einziges dieser Satzbestandteile klingt nicht brillant.

Was die Entwickler bislang über das Spielgefühl verraten haben, impliziert eine primär Koop-zentrierte Erfahrung, und diese Gegner hatten definitiv einen verzichtbaren NPC-Look an sich. Da Planeten groß sind und das Weltall noch größer, ist ihre Lösung für den Zusammenhalt eine sinnvolle: Eine Gruppe kann sich in Formation begeben und euch damit einen kleinen Spielraum verschaffen, aber angeführt wird der Flug vom Leitwolf.

Trotz all der Promotion für das Spiel ist es erfrischend, dass diese hier so offen, europäisch, verschroben und ungeschliffen ausfällt. Die großen Mega-Publisher zeigen ihre Projekte ungern in einem so frühen Entwicklungszustand und die Entwickler scheinen mehr als nur ein wenig enthusiastisch, wenn sie darüber reden. Eine Win-win-Situation für alle Beteiligten, außer natürlich für die Ungeduldigen, die einfach nur in das Spiel springen möchten.

Ich bin froh, dass jemand Michel Ancel und seinem Team einen fetten Geldsack gegeben hat und keinerlei Anweisungen bis auf “Mach das Spiel deiner Träume“. Ob das am Ende hinhaut oder nicht, schießt derzeit fast am Ziel vorbei.

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