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Die Visual-Novel Steins;Gate 0 knüpft dort an, wo alles den Bach runtergeht

Selbst als nur halbwegs regelmäßiger Visual-Novel-Leser könnte ich jederzeit eine Handvoll der spielbaren Romane vorbehaltlos weiterempfehlen. Steins;Gate wäre so ein Exemplar – ein Mystery-Thriller mit Zeitreiseelementen, der den üblichen Anime-Klischees elegant aus dem Weg geht (von einem sehr plump mit aktuellen Genderfragen jonglierenden Kapitel mal abgesehen). Die gestern für PC erschienene Fortsetzung Steins;Gate 0 setzt die Geschichte des jungen, selbsternannten verrückten Wissenschaftlers Rintaro Okabe fort.

Statt an das bestmögliche Ende des Erstlings anzuknüpfen, setzt Steins;Gate 0 am denkbar schlechtesten Ausgangspunkt für den Protagonisten an. Längst nicht alle Wegbegleiter haben diesen unglücklichen Zeitstrang lebendig überstanden, und der bevorstehende dritte Weltkrieg scheint inzwischen unausweichlich. Die alles andere als heiteren Abenteuer durch Raum und Zeit haben ihre Spuren bei Okabe hinterlassen: Vom unverwüstlichen Wunderkind ist nurmehr ein mürrischer, verdrießlicher Student geblieben.

Zeitreisen und Parallelwelten gilt nach wie vor das Hauptaugenmerk der Handlung. Das dritte Glied in Steins;Gates Kette aus Sci-Fi-Standards ist eine hochentwickelte, potenziell empfindsame KI und die vielen damit zusammenhängenden Implikationen. Wie im ersten Spiel erreicht die Interaktivität ein angemessenes Ausmaß, während genug nebensächliche sowie größere Handlungszweige in sechs mögliche Enden münden – auch wenn ihr die meiste Zeit mit dem Lesen beschäftigt seid. Obwohl Steins;Gate größtenteils in sich geschlossen ist, gehört es zu Mages‘ Science-Adventure-Serie, die nun fünf (bald sechs) primäre Visual-Novels umfasst, plus ein paar nicht kanonische Nebengeschichten.

Falls ihr eine derart langwierige Lektüre scheut – die Anime-Adaption von Steins;Gate 0 startete kürzlich bei Crunchyroll. Ich konnte noch nicht selbst reinschauen, aber die Adaption des Originals (leider nicht in Deutschland verfügbar) war überraschend solide, wenn auch vielleicht in etwas zu stark verkürzter Form. Eine überarbeitete Version des Originals soll in diesem Jahr erscheinen, und zwar mit Grafiken, Audio- und Videomaterial der animierten Fassung – plus ein paar vor Kurzem übersetzten Extrageschichten.

Steins;Gate 0 ist für 30 Euro bei Steam erhältlich, ebenso im (leicht preisreduzierten) Bundle mit dem Original.

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