Bekämpft einen riesigen Spacewurm in der Demo zu Solar Warden

Sie machen wirklich keine Weltraum-Actionspiele wie Solar Warden mehr. Wenn man genauer drüber nachdenkt, haben sie niemals welche in dieser Form gemacht, außer ihr zählt das wankelmütige X-Com Interceptor dazu. Das derzeit in seiner letzten Kickstarter-Woche steckende Solar Warden ist eine eigentümliche, spannende Mischung aus XCOM-artiger Geoscape-Verwaltung, in Echtzeit ablaufenden Flottenbefehlen und actionreichem Raumkampf mit der Aussicht auf ein paar Descent-inspirierte Begegnungen im finalen Spiel. Ihr könnt (und solltet) die hier zu findende Demo ausprobieren.

Sie ist noch recht unoptimiert und stößt euch direkt ins kalte Wasser, ohne nennenswertes Tutorial. Rüstet euch für eine harte Zeit, solange ihr kein X-Com- und X-Wing-Veteran in Personalunion seid. Abseits der Startschwierigkeiten sehe ich tonnenweise Potenzial in diesem eigenartigen Bündel verschiedener Konzepte, und die Aussicht auf klaustrophobische Tunnelflugmissionen und eine mit Verschwörungen bepackte Geschichte (wie im Kickstarter-Trailer unterhalb) hat definitiv mein Interesse geweckt. Außerdem war der Kampf gegen den Wurmboss in der Demo sehr spaßig, obwohl er meine Asteroiden knackende Fregatte beim ersten Versuch wegfutterte.

Also, die Erde wird von Aliens angegriffen. Anders als die verstohlenen Außerirdischen in XCOM, die gern Regierungen bestechen und Sektoiden-Scharfschützen in Bauernhäusern verstecken, sind es hier die groben, siliziumbasierten Lebensformen, die auf Asteroiden runter zur Planetenoberfläche rasen. Als Kommandant einer orbitalen Verteidigungsflotte gängelt ihr die Angriffsflieger (beginnend mit einem in der Demo, aber zum Missionsende hat man Zugang zu dreien), um nahende Gesteinsfelsen in der Hoffnung zu knacken, darin versteckte Feinde zu finden. Und dann erschießt ihr sie.

Ihr könnt (und solltet) jederzeit die direkte Kontrolle über einen eurer Fighter übernehmen. Die Steuerung sollte jedem vertraut sein, der Freelancer oder das aktuellere Everspace gespielt hat: schlichtes Zielen per Maus, Drossel-, Roll- und Strafing-Bewegungen via WASD – womit ihr so gut wie alles bemannen und steuern könnt, ohne euch erneut einarbeiten zu müssen. Polar Zenith, das für Solar Warden zuständige Team, hat zuvor mit dem exzellenten Fan-erstellten Mech Warrior: Living Legends Erfahrungen gesammelt. Sie wissen ein paar Dinge über zugängliche, befriedigende Fahrzeugaction.

Im Moment hat die Kickstarter-Kampagne knapp über die Hälfte eingespielt, noch sieben Tage verbleiben. Hoffentlich kann die Demo mehr Interesse an dem Spiel wecken, aber zumindest ist es schön zu sehen, dass jemand etwas Neues und Frisches in einem bekannten (wenn auch unterbesetzten) Genre versucht. Obwohl die Demo eine steile Lernkurve aufweist und ein paar Versuche verschlingt, bevor ihr den Endkampf schafft, würde ich liebend gern erleben, wie all diese Systeme am Ende zusammenarbeiten. Ihr findet die Demo bei IndieDB und hier die Kickstarter-Kampagne.

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