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Bigben kauft die Styx- und Blood-Bowl-Entwickler Cyanide

Der französische Publisher Bigben Interactive kauft den französischen Entwickler Cyanide Studio, die Meute hinter den Styx-Schleichspielen, der Blood-Bowl-Adaption und dem Game-of-Thrones-RPG. Cyanides Spiele neigen dazu, nie ein gänzlich einheitliches Bild abzugeben, obwohl sie zweifellos interessant oder bewundernswert in ihren Ambitionen sind. Mid-Budget-Produktionen der Sorte, von der wir nicht mehr viele sehen, und ich war immer gespannt darauf, was sie als Nächstes vorhaben. Bigben ist froh, nun ein eigenes Entwicklerstudio zu besitzen, während dieser Schritt Cyanide zufolge bei der Expansion und Entwicklung besserer Spiele hilft.

Bigben zahlt 20 Millionen Euro für Cyanide, eine Hälfte in bar, die andere in Anteilen. Außer im Falle unvorhergesehener Probleme sollte die Übernahme im Juni über die Bühne gegangen sein.

“Wir sind erfreut über den Beitritt in die Bigben Group, die angetrieben wird von einer Vision und Ambition, die komplett mit unserer Kultur und unseren Wachstumszielen übereinstimmt“, sagte Cyanide-CEO Patrick Pligersdorffer in der gestrigen Ankündigung. “Die Eingliederung in die Bigben Group verschafft uns die einzigartige Möglichkeit zur Erhöhung unserer Produktionskapazitäten, um mehr qualitative Spiele entwickeln und ihren kommerziellen Erfolg steigern zu können.“

“Diese Übernahme ist ein wichtiger Meilenstein in Bigbens Strategie, da sie unsere Möglichkeiten stärkt, neue Spiele mit Blick auf unsere Ambitionen im Double-A-Segment zu erschaffen“, sagt Bigben-CEO Alain Falc.

Bigben ist weitgehend bekannt für den Vertrieb der World-Rally-Championship- und anderer Sportspiele sowie extern entwickelter Lizenzspiele von schwankender Qualität. In den vergangenen Jahren haben sie allerdings das Portfolio erweitert, etwa mit dem Outcast-Remake, 2Dark, The Sinking City und Sherlock Holmes: The Devil’s Daughter.

Die letztgenannten beiden sind bemerkenswert, da sie von Frogwares stammen, einem Studio, das sich ähnlich wie Cyanide oft mit Focus Home Interactive zusammentat. Es scheint, als wolle Bigben auf Focus‘ Territorium mitmischen.

Die französische Zeitung Le Monde berichtet aus geheimen Quellen, dass das Focus-Management versuchte, Cyanide zu kaufen, aber der Vorstand hätte es abgeschmettert. Angeblich sei das einer der Gründe, wieso Focus-Präsident Cédric Lagarrigue im April zurücktrat. Weiterhin schreibt Le Monde, dass die Tour-de-France-Lizenz – von Cyanide in Form von Managerspielen umgesetzt – bei Focus verbleibt. Allerdings verhandelt Cyanide gerade um die Rechte, heißt es.

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