Oh, sieht so aus, als sei STALKER 2 wieder in der Entwicklung

STALKER 2 ist (erneut) angekündigt und (erneut) in der Entwicklung, und man kann diesen Satz schwer “einfach so“ in den Raum werfen. Das geht nicht. Obwohl STALKER 2 im Anmarsch ist (hoffentlich wirklich), was eigentlich schon vor, hm, fünf, sechs Jahren hätte geschehen sollen. Bevor Markeninhaber Sergiy Grygorovych das zuständige Team bei GSC Game World auflöste, die Produktion stoppte und jahrelang auf der Marke saß wie eine Glucke. In der vergangenen Nacht bestätigte er bei Facebook, dass die Arbeiten an der Fortsetzung im Gange sind. Eine knapp gehaltene Teaser-Seite informiert uns derweil über den Release, angesetzt für 2021.

Viel zu sagen gibt es zum jetzigen Zeitpunkt nicht. In den kommenden drei Jahren kann eine Menge passieren. Ob das Sequel also wirklich, wirklich wieder in der Spur ist, wie es aussieht, wie es klingt, was es gern zum Frühstück futtert, wer die Entwicklung übernimmt, all das wissen wir nicht.

Die handfesten Hinweise auf STALKER 2 gehen zurück bis ins Jahr 2010. Damals hieß es, der Shooter solle 2012 erscheinen, mit einer “komplett neuen“ Technologie noch dazu. Daraus wurde nichts, spätestens als Grygorovych das zuständige Team Ende 2012 auflöste. Ein Großteil zog weiter und gründete das Studio Vostok, das seit gefühlten Ewigkeiten an Survarium arbeitet, einem ebenfalls auf postapokalyptischem Terrain wildernden Shooter mit PvP- und PvE-Elementen. Ein anderer Teil gründete 4A Games, bekannt für die Metro-Shooter-Reihe.

Von GSC Game World hörten wir seitdem nicht viel, abgesehen von Cossacks 3, einem Remake des 2000 erschienenen Cossacks: European Wars. Es ist nicht bekannt, wie viele Leute aus dem alten Team an STALKER 2 arbeiten oder ob es damals geplante Inhalte in die Fortsetzung schaffen werden. Gut denkbar, dass die (Wieder-)Entwicklung bei null beginnt (unsere Freunde von Eurogamer fragten einige ukrainische Entwickler, von denen angeblich keiner Kenntnis von dem Projekt hatte).

Der erste Teil, STALKER: Shadow of Chernobyl, erschien im März 2007, gefolgt von zwei (nicht nummerierten) Fortsetzungen und verbunden mit einer kapriolenreichen Entstehungsgeschichte voller viel zu hoher Ambitionen, Blauäugigkeit und riesigem Glück, weil ein cooler Publisher wie THQ am Ruder stand. Andere hätten dem Entwicklerstudio vermutlich längst den Geldhahn abgedreht, bevor Shadow of Chernobyl mit Jahren Verspätung in den Handel kam.

Bis die Fortsetzung irgendwann hoffentlich erste Informationen und Bilder liefert, könnt ihr euch mit STALKER: Lost Alpha darauf einstimmen. Das ist ein umfangreiches Fan-Projekt, das den ersten Teil grundlegend umbaut, erweitert und näher an die ursprüngliche Vision der Entwickler heranrückt. Rechtlich allerdings ein wenig fragwürdig, da ihr zum Spielen keine Originalkopie benötigt. Weiterhin gibt es die beliebte, spielerisch extrem bissige MISERY-Mod.

Oder ihr spielt thematisch Verwandtes wie Survarium, The Signal from Tölva oder das kommende Escape from Tarkov. Oooder STALKER: Call of Chernobyl, eine eigenständig lauffähige Sandbox, die fast alle Umgebungen der drei erhältlichen Teile enthält, plus ein paar neue Inhalte. Metro Exodus fällt als kurzfristige Einstimmung raus – das erscheint erst im nächsten Jahr. Dann wiederum, bis 2021 dauert es noch eine Weile.

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