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Was hätte sein können: Cliff Bleszinski zeigt drei abgelehnte Pitches seines geschlossenen Studios

Die Videospielbranche ist oftmals ein hartes und grausames Pflaster. Für jedes mit grünem Licht in die Entwicklung gewinkte Projekt fließen Dutzende Ideen in den Ausguss. Nach dem Scheitern von Radical Heights und der Schließung seines Studios Boss Key Productions zeigt uns Cliff Bleszinski die Konzepte und Pitches dreier Spiele, allesamt von den Publishern abgelehnt, bevor Nexon die Entwicklung von Lawbreakers finanzierte.

Von den dreien ist “Dragonflies“ (zu sehen auf dem Bild oberhalb) das vielleicht traditionellste, aber trotzdem etwas, das ich liebend gern in die Finger bekommen würde. Ein Singleplayer-/Koop-Spiel über Samurai-/Ninja-Clans, die aus massiven Luftschiffen heraus operieren und High-Tech-Drachen gegen eine Untotenarmee ins Felde führen.

Das Spiel schien ein paar sehr schicke Charakterdesigns zu haben. Besonders gefällt mir der pflockbeinige Samurai unterhalb. Außerdem verschiedene Dracheneier, die man in der Welt hätte finden können, und bezaubernde kleine Echsenbabys, die aus ihnen geschlüpft wären. Nur wie das Spiel so süß und gleichzeitig so rau sein konnte, ist rätselhaft. Es wirkt wie Drachenzähmen leicht gemacht, nur in der Metal-Version.

Das Problem von Dragonflies waren seine Ambitionen. Bleszinski rechnete mit einem 40-Millionen-Dollar-Budget, was sich den meisten Publishern nur schwer verkaufen lässt. Ein Multiplayer-Arena-Shooter ist zweifellos günstiger in der Fertigung und ein kleineres finanzielles Risiko, sollte er untergehen.

Der zweite Pitch beschreibt ein Spiel namens Dog Walkers, früher bekannt als Project Rover. Es sollte ein VR-Multiplayer-Teamspiel werden, World of Tanks nicht unähnlich, in dem mehrere Spieler riesige vierbeinige Mechs kontrolliert hätten. Einer kümmert sich um die Reparaturen, einer steuert das Ungetüm, andere bemannen die Geschütze und so weiter. Die ursprüngliche Inspiration war der WW2-Film Herz aus Stahl.

Obwohl zu Dog Walkers weniger Grafiken existieren, ist es ein sofort ansprechendes Konzept. Dennoch ist unschwer erkennbar, wieso es abgelehnt wurde, bedenkt man, dass VR nach wie vor seinen Platz finden muss und sich die Headset-Hersteller noch nicht mal auf einen Controller-Standard geeinigt haben.

Der letzte Pitch erfolgte für Donuts. Ein weiterer VR-Titel mit optionalem Multiplayer-Anteil, womöglich ein Wink in Richtung von Epics Jazz-Jackrabbit-Wurzeln und primär inspiriert vom 80er-Arcade-Rennspiel Toobin‘. Süße Zeichentricktiere rasen durch Flüsse und Stromschnellen, während der Spieler mit den Händen paddelt, um die Richtung zu ändern und Geschwindigkeit aufzunehmen.

Zusätzlich zu seinem erkennbaren visuellen Charme hatte es ein paar niedliche Einfälle. Man hätte treibende Dosen mit Ingwerbier aus dem Wasser fischen und sie auf vielfältige Weise nutzen können. Trinken verleiht Gesundheit, das Schütteln und Werfen auf andere Spieler ist eine explosive Waffe und so weiter. Ich kann mir kaum vorstellen, wie frustriert Boss Keys gewesen sein muss, nachdem es abgelehnt wurde – zumal das mechanisch ähnliche Sprint Vector viel positive Resonanz erntete.

Bleszinski bekräftigt, dass dies nicht seine eigenen Konzepte waren, sondern studioweit in Zusammenarbeit entstandene Designs, in die Boss Key eine Menge Herz und Hoffnung steckte. Es ist sehr schade, dass nicht mehr daraus wurde. Hoffentlich können die Entwickler des inzwischen geschlossenen Studios eines Tages am Spiel ihrer Träume arbeiten.

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