Weitere GTA-Online-Updates geplant, GTA-5-Verkäufe nähern sich der 100-Millionen-Marke

Obwohl Red Dead Redemption 2 in wenigen Monaten die Konsolen beehrt, scheint das nicht das Ende für künftige GTA-Online-Updates einzuläuten. Angesichts der kürzlich angestiegenen Update-Frequenz, gipfelnd im herrlich bekloppten “Doomsday“-Heist, hätte ich fast damit gerechnet, dass Rockstar in Vorbereitung auf den kommenden Cowboy-em-up-Multiplayer den Deckel draufschlägt. Doch in einer Investorenkonferenz gestern erklärte Take-Two, dass die kostenlosen inhaltlichen Aktualisierungen eine der Stützen waren, mit denen das Spiel die finanziellen Erwartungen übertreffen konnte. Außerdem hat Rockstar noch “viel mehr für die Zukunft geplant“.

Die neueste Ergänzung in GTA Online ist der kürzlich erschienene Trap-Door-Gegnermodus für 16 Spieler in bis zu vier Teams. Wir schießen uns gegenseitig ins Gesicht, respawnen in einer Tour, und der einzige Weg in den Tod führt nach unten ins Wasser – hier gibt es Spielszenen zum Ablauf.

Es ist ein wenig wie Battle-Royale, mit roten Zonen zur Abgrenzung, und ihr könnt Waffen sowie Rüstung in der Arena sammeln. Aber ich schätze auch, dass der explosive Battle-Royale-Aufstieg einen Punkt erreicht hat, an dem ich überall Elemente daraus zu erkennen glaube.

Und der Modus ist… in Ordnung? Hardcore-Grinder murren, es sei eine ineffiziente Zeitgestaltung, doch das Problem für mich besteht darin, dass es eine ineffiziente Spaßgestaltung ist. Einige Trap-Door-Maps sind fade, andere haben Balancing-Probleme, die Runden können einseitig geraten, wenn die letzten Gegner immer und immer wieder respawnen, und GTAs Gewalttätigkeiten zu Fuß sind einfach nicht so gut. Außerdem deaktivieren zu viele Hosts das automatische Team-Balancing, während zu viele Spieler planlos starten und sich dann verdrücken, sobald sie verlieren.

Verläuft alles nach Plan, kann es dennoch ein riesiger Spaß werden. Meine Lieblingsrunde war ein 2-gegen-2-Aufeinandertreffen und damit fernab der beabsichtigten Ausmaße. Gutes altes 2-gegen-2 mit genug Freiraum für taktisch und zeitlich eingefädelte Kills, wenn Gegner in der roten Zone spawnen, kurz bevor diese verschwindet.

Was die übergeordnete Business-Perspektive angeht, enthüllte Take-Two-CEO Strauss Zelnick in der gestrigen Konferenz, dass Grand Theft Auto 5 im Hineinverkauf 95 Millionen Einheiten auf allen Plattformen verzeichnen konnte. Damit gemeint ist die Anzahl an den Handel verkaufter Exemplare, nicht die von den Spielern gekaufte Menge, aber das sind trotzdem furchtbar viele Menschen. Weiterhin sagte er, dass das Spiel jedes Jahr ihre Erwartungen übersteigt und dass GTA Online sein “bislang größtes Jahr“ hatte, dank der “Shark Cards“ und ihrer Verkäufe, mit denen sich das Grinden der virtuellen Spielwährung deutlich verkürzen (oder gleich überspringen, je nachdem) lässt. Also ja, Rockstar wird künftig neues Zeug für GTA Online veröffentlichen.

Woran sie genau arbeiten? Das ist momentan noch ein Geheimnis. Ich hoffe überwiegend auf kooperative Dinge, neue große Heists und so etwas. Eine schöne Sache wäre außerdem ein umfassender Rebalancing-Patch, der die Möglichkeiten zum Geldverdienen (einige sind deutlich schlimmer als andere) aufpoliert und geraderückt. Das Spiel braucht Schliff und Politur. In all den Jahren kamen so viele Inhalte dazu, die inzwischen wie ein obskures Netz anmuten, weniger wie eine sinnvolle Anordnung.

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