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Mit der Broken-Alliance-Erweiterung hat sich Battlestar Galactica: Deadlock einen zweiten Blick verdient

Einige Spiele brauchen ein wenig Zeit, bis sie sich sozusagen in ihrer Haut wohlfühlen. Battlestar Galactica: Deadlock war zu seinem Launch ein anständiges Sci-Fi-Strategiespiel, hinterließ hier und da aber einen etwas unausgereiften Eindruck. Nach einem Jahr Feinschliff, hinzugekommenen Features und der Veröffentlichung einer neuen Erweiterung fühlt es sich nun weitaus mehr an wie das Spiel, das Battlestar Galactica verdient hat.

Die Broken-Alliance-Erweiterung (vorgestern erschienen) nimmt sich die Kampagne zur Brust und stärkt sie. Eine Handvoll neuer Großkampfschiffe und Jägereinheiten aufseiten der Menschen und Zylonen, plus acht neue geskriptete Handlungsmissionen innerhalb der dynamischen Kampagnenstruktur. Die Neuerungen bauen auf dem vorherigen Reinforcement-DLC auf, der eine eigene Reihe an Schiffen für beide Kriegsparteien lieferte. Inzwischen haben wir also eine Vielzahl, mit denen wir herumspielen können.

Die größte Änderung im Patch, der begleitend zu Broken Alliance erschien, ist das persistente Schadenssystem. Ich weiß nicht, wie das Spiel ursprünglich ohne dieses Feature erscheinen konnte (die Hälfte der TV-Serie dreht sich um Schiffe, die von Dutzenden Wunden langsam lahmgelegt werden), doch es ist ein aufrichtiger Gamechanger und erfordert einen deutlich entschlusskräftigeren Spielstil. Ihr könnt nicht länger faul sämtliche Schiffe bedienen in dem Wissen, dass ihr sie zurück in Sicherheit beordert, wenn eines in Gefahr gerät. Jetzt kostet euch jedes bisschen Schaden Zeit und Geld für die Reparatur, und interne Beschädigungen sind noch kostspieliger.

Dank dieser mechanischen Änderung fühlt sich etwas, das vorher ein ordentliches Taktikspiel und ein ordentliches Strategiespiel war (nur mit einer ungeschickten Trennung dazwischen), deutlich mehr wie ein großes Ganzes an. Ein nebensächlicher Vorteil dessen, was Entwickler Black Lab als Endurance-Update bezeichnet (hier die Patch-Notes), ist eine Visualisierung des erlittenen Schadens. Die Außenhüllen der Schiffe tragen die Narben der Schlacht davon. Da sich der Schaden manchmal durch aufeinanderfolgende Missionen zieht, ist es noch nervenaufreibender, wenn sich das gegnerische Feuer nähert, um ein Loch in die bereits ramponierte Flanke zu schlagen.

Weiterhin gibt es Neuerungen am Replay-System, einem der nettesten Features des Spiels. Während ihr die Befehle in rundenbasierter Manier erteilt, erfolgt die Ausführung in Echtzeit und gleichzeitig mit den Plänen des Gegners, ähnlich wie in Frozen Synapse. Die Replays haben nun eine dynamische Kamera, die den Stil der TV-Serie in größeren Schlachten nachahmt und einen 50-teiligen Zug in ein paar Minuten voll intensiver Weltraumaction verwandelt. Ihr könnt diese Videos sogar veröffentlichen, inzwischen mit einem Schieberegler für die Auflösung.

Ein Knackpunkt vor dem DLC war das etwas zu hohe Preisschild von 37 Euro, doch in dieser Woche ist das Spiel um die Hälfte reduziert, was 18,50 Euro für die Basisversion und 28,50 Euro für die “Complete Edition“ ergibt. Seid ihr ein Fan der Serie, empfehle ich Letztere, da sie beide Erweiterungen enthält und sie nahtlos in die Story-Kampagne integriert. Das und der persistente Schaden. Ohne wäre es kein Battlestar.

Battlestar Galactica: Deadlock ist bei Steam, Humble und GOG erhältlich, wobei Steam den besten Preis für die “Complete Edition“ anbietet.

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