Das Puzzle-Adventure Atone putzt sich mit scharfen Vektorgrafiken heraus

Seit Flash aus der Mode geriet, sind Vektorgrafiken in Spielen eine zunehmend seltene Sichtung. Wenn also ein mystisches Puzzle-Adventure wie Atone aufkreuzt, muss man einfach aufmerksam hinschauen. Dem Debüt der neuseeländischen Wildboy Studios wird man in einem 620 Pixel breiten Aufmacherbild nur schwer gerecht, daher kommt und seht euch den Trailer an – und zwar im Vollbild und in maximaler Auflösung.

Atone wirkt fast wie ein Spiel aus einem Paralleluniversum, in dem Another World ein weltweites Interesse an scharfer Vektorgrafik schürte, voller feiner, mit mechanischer Präzision gezeichneter Details und in einer Welt der harten Winkel, ähnlich wie in Capys Swords & Sworcery. Es ist ein herrlich ausgeprägter Stil. Obwohl einige Elemente ein paar Erinnerungen zurückbringen mögen, sieht das Spiel gesamtheitlich anders aus als alles, woran ich mich entsinnen kann.

Das Spiel ist vordergründig auf seine Puzzles versteift, doch es gibt Momente, aus denen könnt ihr euch nicht herausquatschen oder -rätseln. Die Kampf-Engine sieht so eigenständig wie der Rest aus, wobei die Auseinandersetzungen auf ein Rhythmusspiel hinauslaufen. Ein wahrhaft tödlicher Tanz und eine interessante Abweichung vom traditionellen action- oder rundenbasierten RPG-Format.

Die Puzzles an sich wirken abstrakt und auf logischem Nachdenken errichtet, ähnlich wie das, was The Witness vor zwei Jahren lieferte. Daher weiß ich auch, dass ich absolut schrecklich in dem Spiel sein und vielleicht die Flucht in einen Walkthrough antreten werde, doch ich gebe trotzdem mein Bestes.

Derzeit gibt es noch kein Release-Datum oder auch nur ein vages Ziel, aber auf der offiziellen Seite findet ihr eine Mailing-Liste und viele weitere Details. Immerhin etwas.

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