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Das Action-RPG Warhammer 40k: Inquisitor – Martyr trampelt aus dem Early-Access

In der düsteren Zukunft der 2010er-Jahre gibt es nur noch Warhammer-Spiele. Alle zwei Wochen eines, wie es scheint, da Games Workshops Lizenzierungsstruktur eine Art All-you-can-eat-IP-Buffet geworden ist. Nicht, dass ich mich beschweren möchte – obwohl ein paar vergessenswerte Beiträge darunter waren, sind die meisten anderen recht spaßig. Neocore Games‘ Warhammer 40K: Inquisitor – Martyr ist eine glaubwürdige Besetzung für letztere Rolle. Das düstere Action-RPG schleicht schon seit einer Weile durch die Early-Access-Sphäre und startete gestern einen Angriff auf die Brieftaschen und Gegner im menschlichen Imperium.

Inquisitor pflegt unverkennbar den Anschein eines angemessenen Warhammer-Spiels. Es stützt sich auf die überzogene Black-Metal-Sci-Fi-Ästhetik, die tendenziell viele 40K-Buchumschläge und Seiten in Tabletop-Regelbüchern ziert. Alles ist schäbig und abgenutzt und eine Menge Dinge sind nicht nur sehr groß, sondern auch sehr verärgert. Wenigstens dürfen wir in Panzern und Mechs herumfahren, um die Lage ein wenig zu glätten, wie der Trailer unterhalb zeigt.

Das Spiel brüstet sich mit einer interessanten Reihe an Features. Das Augenmerk liegt weniger auf der Geschichte und mehr auf dem Durchqueren eines prozedural generierten Universums mit Kämpfen in zufälligen Missionen. Sofort entsteht der Eindruck eines für kurze Sessions entworfenen Spiels, anders als die üblichen Stunden voller Loot-Horterei, die man in Diablo oder Path of Exile versenkt. Ob es diesen Ansatz gut hinbekommt, das muss sich noch zeigen, aber es ist schön, eine etwas andere Struktur zu sehen.

Obwohl mir während der Early-Access-Phase gemischte Eindrücke über das Spiel zu Ohren kamen, gefielen mir Neocores Van-Helsing-Action-RPGs, besonders nachdem das Studio sie aufpolierte und zu einer Einzelveröffentlichung zusammengefügte. Die Entwickler sind auch bekannt für ihre kippeligen Lauches und solide Post-Release-Unterstützung. Ein bestimmter Grad an Wankelmütigkeit ist bei Martyr also zu erwarten, aber die Wogen sollten rasch geglättet sein.

Warhammer 40,000: Inquisitor – Martyr ist bei Steam und Humble für 50 Euro erhältlich (derzeit mit zehn Prozent Preisnachlass zum Launch).

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