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Realms Beyond ist ein klassisches Party-RPG und verspricht... alles, was ihr hören wollt

Realms Beyond

Und wieder ein Rollenspiel mit einer solchen Sehnsucht nach diesem komischen Gestern, in dem ohnehin alles besser war, dass es die großen Namen am liebsten atmen würde, müsste es sie nicht als unumstößliche Wegbereiter anführen. Realms Beyond flattert schon seit Ende vergangenen Jahres durch das Internet, aber erst nach und nach veröffentlichen die Entwickler greifbares Material aus dem RPG “mit Rundenkampf, Party-System und […] endlosen Entscheidungen“. Davon abgesehen hat es eine viel weiter zurückreichende Geschichte, und die beginnt mit dem Scheitern.

Erinnert sich jemand an Chaos Chronicles? Falls nein, ist das kein Wunder, weil das Spiel nie erschienen ist. Damals hieß das Entwicklerstudio noch Coreplay und wollte ein Party-RPG à la Pool of Radiance veröffentlichen, doch finanzielle Schwierigkeiten mit dem Publisher Bit Composer (2015 aufgelöst) kamen dazwischen und, tja, wie das eben so ist.

Spulen wir ein paar Jahre vor, haben wir immer noch dieselben Entwickler (oder zumindest einen Teil, inzwischen unter dem Namen Ceres Games), die sich erneut an einem Rollenspiel versuchen. Dieses Spiel ist Realms Beyond. “Obwohl es beeinflusst ist von unseren früheren Bemühungen mit Chaos Chronicles, ist Realms Beyond ein eigenständiges Spiel“, schreiben sie auf der offiziellen Seite. “Die Welt, die Geschichte, die Inhalte, die Technologie und die grafische Präsentation haben sich weiterentwickelt und vieles davon hat sich seitdem komplett verändert.“

Nun, das ist ein sehr laaangsamer, aber auch määächtiger Feuerball – was kann Realms Beyond sonst so?

Die Beschreibung auf der offiziellen Seite liest sich wie eine Auflistung der Sorte “Das wollt ihr doch hören, das sagt man doch heute so, oder?“. Wir hätten hier ein Party-RPG mit bis zu sechs Charakteren wie in den alten Infinity-Engine-Spielen, Rundenkampf, einer offenen Welt, Entscheidungen und vor allem weiten Ländereien voller Monster, weil es was zum Kloppen geben muss, wenn man schon so viel Zeit im Kampf verbringt.

Hier ein aktuelles Video mit Szenen aus den Gefechten:

Das alte Hexfeld-Raster ist intakt. Rundenweise zieht ihr von einem Punkt zum nächsten, bufft eure Begleiter, betäubt oder greift an, wer auch immer euch an die Gurgel möchte. Im konkreten Fall sind es eine Gruppe Orks und ein Höhlentroll, und oh Junge, ziehen die den Kampf in die Länge. So robust das System auf den ersten Blick wirkt, so lahm fliegen Feuerbälle und Pfeile übers Schlachtfeld. Hoffentlich lässt sich das im fertigen Spiel ein wenig beschleunigen.

Die Spielwelt, so versprechen es die Entwickler, ist offen angelegt und soll “ganze Kontinente umspannen“. Die zum Backen vorbereiteten Brötchen werden nicht kleiner, wenn da von “glaubhaften NPCs, komplexen Kulturen, Fraktionen, Gesellschaften und einer faszinierenden Geschichte“ die Rede ist.

Ihr könnt die komplette Party aus sieben Rassen und acht Klassen zusammenschustern, mehr als hundert Zaubersprüche nutzen und “mit Tausenden individuellen Items interagieren“.

Auf der offiziellen Seite findet ihr einen Haufen Postings zu allen möglichen Themen, von Soundgestaltung über das Kampfsystem bis hin zu den weltenbildnerischen Tendenzen, die Ceres Games verfolgt.

Ohne zu vorschnell über ungelegte Eier diskutieren zu wollen, klingt das alles, vorsichtig ausgedrückt, sehr, sehr ambitioniert – besonders für ein anscheinend kleines deutsches Team. Daran haben sich schon viel größere Namen die Finger verbrannt, aber jeder hat seine Chance verdient, schätze ich. Realms Beyond ist für eine Veröffentlichung im kommenden Jahr angesetzt.

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Sebastian Thor

Contributor

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