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Nach 14 Jahren wird das MMO Citadel of Sorcery eingestellt

Citadel of Sorcery

Vermutlich habt ihr nie von Citadel of Sorcery gehört, was rückblickend vielleicht schade ist, da es offenbar ein ambitioniertes MMO war. Beinahe vierzehn Jahre (!) arbeitete Entwickler MMO Magic an dem Spiel und seiner inhaltlichen Ausrichtung, alles nur mit Spenden von Leuten. Nun ist es langsam, aber sicher an der Zeit für einen Umzug mit Sack und Pack, wohin auch immer, nachdem MMO Magic am Wochenende mitteilte, die Weiterentwicklung des Spiels einzustellen.

Das Konzept auf der offiziellen Seite klang spielergesteuert und versprach ein dynamisches MMO mit Quests, “die eine echte Geschichte erzählen, und Entscheidungen, die Konsequenzen nach sich ziehen“. Für Fetch-Quests hatte der Entwickler nichts übrig, ebenso wenig für “Akronyme wie PvP, Crafting, PvE-Ganking, Grinds und so weiter“.

Leider reichte das nicht, um vierzig Millionen Leute anzulocken, und so trafen die Verantwortlichen die Entscheidung, die Produktion von Citadel of Sorcery einzustellen.

“Die vergangenen zwei Jahre waren hart. Wir haben versucht, die komplette Engine aufzurüsten und die Technologie zur Planetengenerierung zum Laufen zu bringen. Bugs haben diese Fortschritte behindert und deshalb konnten wir in mehr als einem Jahr keine neue funktionierende Version auf die Beine stellen. Nach fast vierzehn Jahren in der Produktion – alles ohne eine wesentliche Finanzierung – ist MMO Magic, Inc. nicht länger in der Lage, an CoS weiterzuarbeiten.“

Die Entwickler führen an, dass CoS auf der Technologie eines anderen Anbieters basiert, Atlantis3D, Inc., und dieser nicht imstande war, “die Engine in den Zustand zu bringen, der für CoS nötig gewesen wäre“. Und trotzdem flackert da ein Fünkchen Hoffnung ums virtuelle Lagerfeuer, wenn es heißt: “Sie [Atlantis3D] arbeiten weiter an der Trident3D-Game-Engine. Sollten sie diese auf einem für CoS hinreichenden Level zum Laufen bekommen, besteht immer noch die Möglichkeit, dass wir die Entwicklung dieses MMORPGs von vorn beginnen“.

Was ist schon ein Neustart mehr oder weniger nach 14 Jahren, hm? Wer im Laufe der Zeit Geld gespendet hat, geht bestenfalls mit dem Gefühl nach Hause, dass es für eine gute Sache war, aber letzten Endes auch genau das: eine Spende zum Verbessern der Spielinhalte. Die Entwickler selbst machten keinerlei Gewinn mit den Zahlungen, schreiben sie. Es gab keine Gehaltsschecks oder ähnliches. Rückerstattungen finden nicht statt. Eine gnadenlos überdimensionierte Kickstarter-Kampagne verlief Ende 2012 im Sande.

“Unser Dank geht an jene, die an das Spiel glaubten und uns halfen, sowohl die Spender als auch über hundert Leveldesigner, Künstler, Producer, Autoren, Programmierer, Komponisten und Soundkünstler – die Zeit und Geld opferten, um an dem Spiel zu arbeiten, ohne dass sie je bezahlt wurden“, heißt es. “Leider glaubten einfach nicht genug Leute daran, um ausreichende Geldmittel für die Fertigstellung zu sammeln.“

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Sebastian Thor

Contributor

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